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Sesquiterpene: Einteilung (geschichtlich)
im vorliegenden Werk schon früher eingehend erörtert; der Ausdruck Sesqui-terpen taucht auf, aber gering ist das Material, welches Berthelot vor-liegt. Von den physikalischen Konstanten benutzt dieser Forscher be-sonders den Siedepunkt und die Polarisation, weniger Gewicht legt er aufdas Volumgewicht. Unter den chemischen Reaktionen sind es vor allemdie Keaktionen mit Salzsäure und die Bildung des Terpinhydrats, welchefür die Einteilung der Kohlenwasserstoffe Verwertung finden. Als nichtminder wichtiges Moment erscheint uns die Überführung verschiedenerKohlenwasserstoffe in Alkohole, Chloride, Ketone oder, wie man damalsteilweise annahm, Aldehyde usw.
Bald nach Beethelot veröffentlicht Gladstone seine Einteilung derin den ätherischen Ölen vorkommenden Kohlenwasserstoffe, welche dieBruttoformel (C 5 H 8 ) X haben. Dieser Forscher teilt zuerst im Jahre 1864(Soc. 17 [1864], 1) diese Verbindungen ein in Kohlenwasserstoffe
I.
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ii.
sie besitzen alle kleinere Brechungsindizes (etwa 1,46) undeine größere Empfindlichkeit (Verminderung des Brechungsindexbeim Erhöhen der Temperatur um 10°)
a) d = 0,846, Sdp. ca. 173°;
b) d = 0,85 und mehr, Sdp. 160°,
C 16 H 24 ; hierzu gehören die Kohlenwasserstoffe aus Nelken-, Rosen-holz-, Cubeben-, Kalmus-, Cascarill- und Patschuliöl (vgl. daselbstauch die einzelnen Abhandlungen über mehrere dieser Öle)
a) d = 0,90—0,92, Sdp. 259—260°;III. Colophene C 20 H 32 , Sdp. ungefähr 315°.
Zu der Gruppe Ia werden die Kohlenwasserstoffe der verschiedenenCitrusöle, zur Gruppe Ib werden die Terpentinöle usw. gerechnet.
Aus dieser Einteilung der Kohlenwasserstoffe (C 5 H 8 ) X Gladstones er-kennen wir, daß sie sich im wesentlichen an jene Berthelots, Gerhardts,bzw. Soubeirans und Capitaines anschließt. Besonderes Gewicht legtGladstone auf das Volumgewicht, die Brechungsindices und die Rotation;mit der Einführung dieser physikalischen Konstanten gewinnen wir einneues Unterscheidungsmerkmal der Kohlenwasserstoffe.
Deutlich sehen wir, daß man in der Mitte der sechziger Jahregar keinen Zweifel mehr darüber hegte, daß die Kohlenwasserstoffe derBruttoformel (C 5 H 8 ) X in den ätherischen Ölen hauptsächlich zwei großenGruppen angehören, jenen von der Bruttoformel C 10 H 10 und jenen vonder Zusammensetzung C 15 H 24 ; ebenso deutlich tritt uns die Erkenntnisentgegen, daß man bei den Kohlenwasserstoffen C 10 H 16 zwei Unter-gruppen unterscheiden muß, von denen die eine bei 160°, die andere beica. 174° siedet. Über die Identität oder Isomerie der einzelnen zudiesen Untergruppen gehörigen Kohlenwasserstoffe war man allerdings imZweifel; auch hatte man nicht immer ein klares Bild darüber, in welchemVerhältnis zu diesen beiden Untergruppen die bisher nur auf künstlichemWege erhaltenen Kohlenwasserstoffe C 10 H 16 stehen. Allerdings rechneteBerthelot z. B. die festen Kampfene zur ersten Untergruppe, das Ter-pilen (Gemenge von i-Limonen und Terpinen usw.) zur zweiten Untergruppe,
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