Sesquiterpene: Einteilung (geschichtlich)
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II. Isomere umgewandelt1.
durch Erhitzen; hier bilden sich „Pyrolene", z. B. Austrapyrolen,Citropyrolen usw.;
2. durch Einwirkung von Säuren entstehen „Terebene" (SchoedlebsKampfene der zweiten Ordnung, Campherene),
3. durch Zersetzung der Öle mit Chlor-, Brom-, Jodwasserstoff usw.werden Kampfene im engeren Sinne erhalten, die aber auchwieder unter sich Verschiedenheiten zeigen, nämlich
a) „Camphene" (Schoedlebs Kampfene dritter Ordnung, Cam-philene): so gibt das Terpentinöl-Chlorhydrat das feste Kämpfen(Austrakampfen, Terekampfen), welches kristallisiert undoptisch aktiv ist, ferner mit Salzsäure wieder das ursprüng-liche Chlorhydrat liefert (?),
b) „Camphilene"; dem flüssigen Monochlorhydrat liegt ein Kohlen-wasserstoff „Camphilen" zugrunde (früher Dadyl, Tereben,Kämpfen); er ist flüssig, aber schwierig unverändert ab-zuscheiden.
c) „Terpilene"; sie werden durch vorsichtiges Erhitzen derDichlorhydrate gewonnen und sind optisch inaktiv.
4. „Polymere" Terebenthene, Terebene, Camphene, Camphilene undTerpilene werden durch Vorsetzung von meta, para und iso be-zeichnet; es sind Flüssigkeiten von immer zunehmender Zähig-keit ohne Eotationsvermögen, deren Siedepunkte zwischen 360°und der Dunkelrotglühhitze liegen. — Man kann jedoch nachBeethelot eine weitere bessere Einteilung vornehmen in
5. einen flüssigen, gegen 250° siedenden, inaktiven Kohlenwasser-stoff, welcher wahrscheinlich Sesquitereben C 1B H 24 ist,
6. „Ditereben" (Devilles Colophen) C 20 H 32 , eine gegen 300°siedende inaktive Flüssigkeit und
7. die eigentlichen „Polyterebene" (C 10 H 16 ) X .
Schließlich gibt Beethelot (C. r. 55, 496, '544; Spl. II, 235) eineweitere, allgemeinere Einteilung der Kohlenwasserstoffe C 10 H 16 in zweiReihen:
1. in eine einatomige, die Campholreihe (Monochlorhydrate oder Chlor-wasserstoffsäure-Campholäther C 10 H 17 C1, Camphene C 10 H 16 , Campholalko-hole C 10 H 18 0).
2. eine zweiatomige, die Terpilreihe (Dichlorhydrate C ]0 H 18 C1 2 , Ter-pilen C 10 H 16 , Hydrate C 10 H 20 O 2 . — Jede dieser beiden Reihen bildet einegrößere Gruppe, welche sich wieder in sekundäre Reihen (Australen,Terebenthen usw.) teilt, deren parallele und isomere Glieder sich je zuzweien entsprechen; jede hat als Typus einen inaktiven Kohlenwasserstoff,nämlich in der ersten Gruppe das Kämpfen, und in der zweiten Gruppedas Terpilen.
Klar und deutlich tritt uns hier die Einteilung sowohl der in derNatur vorkommenden, als auch der künstlichen hierher gehörigen Kohlen-wasserstoffe entgegen. Die Einteilung der Kohlenwasserstoffe C 10 H 16 wurde
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