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Pharmakologisches und Therapeutisches über die Maxquelle, die Arsenquelle des Bades Dürkheim
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sein. Jede natürliche Queue bildet eben doch ein Ganzes für sich, zumaleine solche fast einzigartige. Auch darin kann die Gegenwart der Salzevon Nutzen sein, als durch die schon erwähnte ganz leichte Anregung derPeristaltik die endliche Wiederausscheidung des Arsens durch den Darmgefördert und somit eine durch Anhäufung bedingte kumulative Wirkungbehindert wird. Eine solche Gefahr liegt bei länger dauernden Arsenkurenimmerhin nahe, da Bruchteile des resorbierten Arsens äusserst zähe vomKörper zurückgehalten werden.

in. Die Kur mit der Maxquelle im einzelnen.

Wie bereits betont, liegt bei der arzneilichen Verwendung derMaxquelle der Hauptnachdruck auf der Trinkkur und zwar in ersterLinie des versendeten Wassers. Glücklicherweise eignet es sich zurVersendung, wie keine zweite bisher bekannte Arsenquelle der Erde.Das Wasser wird von der Arsen-Heilquellen-Gesellschaft m. b. H. ingraduierten Viertelliterflaschen in den Handel gebracht und hält sich inverschlossener, selbst angebrochener Flasche längere Zeit tadellos. Giesstman aus einer Flasche, die den Transport bereits überstanden hat, dasvöllig klare Wasser in eine Glasschale, so sieht man, dass sich bereitsnach 12 Stunden der schwere Sinter vollständig am Boden der Schaleabgesetzt hat. Das darüberstehende, nunmehr arsenfreie, völlig klareWasser zeigt erst nach langem Stehen in offener Schale eine neue Trübung,die sich aber nicht so wie der Sinter zu Boden setzt, sondern auf derOberfläche schwimmt (Erdalkalikarbonate). Dagegen setzt das in ver-schlossener Flasche vor der Luft geschützte Wasser weder den Sinter,noch eine Trübung ab. Man ist also — die Konstanz des natürlichenArsengehaltes vorausgesetzt — sicher, dass wirklich die gesamte Arsen-menge in gelöster Form in den Körper gelangt. Die Flaschen sind natür-lich gut verstöpselt und stehend aufzubewahren.

Da der Liter Wasser 17,5 mgm. As,O s enthält, so würde einganzer Liter die maximale Tagesdosis unserer Pharmakopoe von 15 mgm.Acid. arsenicosum für Erwachsene bereits um 2,5 mgm. überschreiten fVorsicht ist also, namentlich bei Kindern, selbstverständlich geboten undes kann von Quantitäten, wie sie bei harmloseren Mineralwässern üblichsind, keine Rede sein.

Dem trägt ja auch verständigerweise die Grösse der versendetenFlaschen und deren Graduierung, die dem Glase eingeprägt ist, Rechnung.Glücklicherweise ist das Arsen bei längerer Dauer der Kur bereits inrelativ sehr kleinen Mengen therapeutisch wirksam. Im allgemeinen hates sich bewährt, während der meist auf 4—6 Wochen zu bemessendenKur anfangs mit den Dosen auf eine bestimmte Höhe zu steigen, diesedann beizubehalten und schliesslich wieder zur Anfangsdosis herabzugehen,,Man reicht gewöhnlich dreimal täglich, und zwar stets unmittel-bar nach der Mahlzeit, also nie auf leeren Magen. Da die Salz-lösung hypertonisch ist, so empfiehlt es sich, bei zu stark empfundenemSalzgeschmack und bei empfindlichem Magen jede Dosis mit dem gleichenVolumen Wasser zu verdünnen. Man erhält so eine isotone Salzlösung,die nicht den wenig angenehmen Geschmack der stärkeren Eisenvitriol-wässer besitzt.