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Psoriasis, Liehen etc.) wäre die Kombination mit der Badekur entschiedenempfehlenswert, bei skrofulösen Schleimhautkatarrhen usw. auch die In-halation der Gradierwerkluft oder des Wassers selbst. Von hohemInteresse wäre die Frage, ob die Kombination von Arsen und Emanationnicht auch bei Erkrankungen der Blutgefässwandungen, speziell beiArteriosklerose, sich als heilsam erweisen dürfte. Neuere Erfahrungenüber Emanationswirkungen, auch der Thorium-Emanation, lassen thera-peutische Versuche in der Hinsicht wohl als aussichtsvoll erscheinen undandererseits sind ja gerade die Arsenwirkungen auf die Gefässwandungenwie auf die Vasomotoren wohlbekannt.
Weitere Indikationen bilden gewisse Infektionskrankheiten,auch tropische, die bisher vorherrschend mit arsenorganischen Mittelnbehandelt wurden, vor allem aber Malaria und Milzkrankheiten.Touton 13 ) empfiehlt die Maxquelle besonders für organotrope Nach-kuren nach Salvarsanbehandlung und erzielte ein ausgezeichnetesErgebnis in einem mit Lues und Liehen komplizierten Falle von Malaria.
Überhaupt wäre die äusserst wichtige Frage zu erwägen, ob nichtfür die Behandlung der Lues, zumal der tertiären und neuropathischenForm, die Maxquelle mit befriedigendem Erfolge angewendet werdenkönnte. Wenn die bisherigen Erfahrungen in der Hinsicht auch nicht sehrzahlreich sind, so fordern sie doch entschieden zu weiteren Versuchen auf.
Als fernere Indikationen kommen in Betracht: Nervenleiden,Neurosen, wie namentlich Chorea, Neuralgien, Ischias, Base-dowsche Krankheit, vasomotorische Störungen, Asthma undmanche andere Lungenleiden. Auch hier ist auf die gleichzeitigeWirkung von Arsen und Emanation, für einen Teil der Fälle auch für dieKombination mit der Badekur (verstärkt durch Sediment oder Mutterlauge)hinzuweisen.
Endlich kämen Tumoren in Frage, auch solche im weiblichenGenitalgebiet, sowie kachektische Zustände verschiedener Art, über-haupt Unterernährung. Das Arsen wirkt zugleich als Katalysator undaktiviert den Sauerstoff*) Die Energie des Stoffwechsels wird gesteigert,Leukomaine sowie überzählige oder schädliche Fermente werden zerstört,der Ansatz von Eiweiss wie von Fett gefördert. Sogar bei Krebskachexiesind bereits recht günstige Erfolge beobachtet worden. Auch hier darfman bei so manchen Indikationen auf den wahrscheinlichen Nutzen dergleichzeitigen Anwendung von Arsen und Emanation hinweisen. Dassdabei auch die Salze ihre therapeutische Rolle spielen können, unterliegtkeinem Zweifel, zumal nicht nur neutrale, sondern auch säureneutralisierendeSalze (Hydrokarbonate) vorhanden sind, sowie relativ reichlich Kiesel-säure, der man jetzt auch anfängt, eine Bedeutung beizumessen, obschonsich ein sicheres Urteil noch nicht abgeben lässt. Dasselbe gilt auch vonder neuerdings in der Quelle nachgewiesenen Borsäure. Andererseitsmüssen die Dosen des Arsens halber so niedrig bemessen werden, dassdie Salzwirkung etwas zurücktreten muss, und so manche Indikationenwerden mehr empirisch zu erproben, als von vornherein zu konstruieren
*) Insofern dürfte die seinerzeit von Binz aufgestellte „Theorie der Arsen Wirkung"wohl ein Stück Wahrheit enthalten, wenn auch in etwas anderer Weise, als der Autor ge-meint hat, indem er überhaupt nicht das Arsen als solches, sondern nur den Sauerstofffür die Gesamtwirkung beschuldigen wollte.