As 2 O g pro Ko. Wasser stellt, ist nach den Analysen von Hintz 10 ) in
den verschiedenen Quellen Dürkheims der folgende:
As2 O3 pro Ko. Wasser
Maxquelle...............17,42 mgm,
Altbrunnen..............11,10 „
Vigiliusbrunnen.............10,97 „
Bleichbrunnen 1909..........geringe Menge
Bleichbrunnen 1910........... 1,04 mgm.
Die Maxquelle wurde vor mehr als 50 Jahren unter der RegierungKönig Max IL, nach dem sie benannt ist, erbohrt und zwar aus einerTiefe von nahezu 300 Metern, also beiläufig der Höhe des Eiffelturms,eine für die damalige Zeit recht achtbare Bohrleistung. So wie die Quellezur Zeit noch nach älterer Art gefasst ist — eine Neufassung steht nahebevor — tritt sie in starkem Strahle wasserklar und völlig farblos hervor,indem sie in der Minute ca. 70 Liter liefert. Moussierend führt sie reich-lich Gas mit zutage, das nur zum Teil aus CO., zum andern aus Luft,Stickstoff etc. besteht. In periodischen kurzen Intervallen wirft sie regel-mässig eine grosse Gasblase auf. Uebersieht man nach der obigen Analysedie ganze Zusammensetzung der Quelle, so ist zunächst einleuchtend, dasssie mit rund 1,7% festen gelösten Bestandteilen zu den hypertonischenLösungen gehört; denn eine isotonische Salzlösung ist etwa gerade halbso konzentriert. Bei einem Gehalt von wenig über 10 gr. Chlor pro Ko.Wasser zählt die Maxquelle, wie längst bekannt, zu den Kochsalz-wässern und zwar zu den stärkeren einfachen, nicht zu den Sool-quellen im engeren Sinne, Ihr Chloridgehalt ist etwa doppelt so hoch alsder der Kissinger Quellen und übertrifft noch ein wenig den des Sool-brunnens zu Soden a. T., steht aber hinter dem der Thermalsoolen (Nau-heim etc.) und der kalten Soolen erheblich zurück. Vergleichsweise nichtunbeträchtlich ist der Gehalt an Kalium, das in europäischen Quellenmeist rar ist, sowie an den selteneren Alkalimetallen: Lithium, Cäsiumund Rubidium, Sulfate fehlen dem Wasser fast gänzlich; der Eisen-gehalt ist sehr gering, namentlich gering für ein derart arsenreichesWasser. Auf den Gehalt an Kieselsäure und die geringen Mengen vonAluminium sei ausserdem noch hingewiesen.*) In nicht unerheblichenMengen dagegen finden sich die Erdalkalimetalle: Calcium, Magnesiumund Strontium. Die Autoren haben daher, entsprechend der neueren Ein-teilung, die Maxquelle stets als eine arsenreiche erdmuriatische Quellebezeichnet. Diese Nomenklatur wird indes den Tatsachen meines Er-achtens nicht völlig gerecht, da die Erdalkalien keineswegs nur als Chloride,sondern auch als Hydrokarbonate enthalten sind, was für das Ge-samtverhalten und den Charakter der Quelle durchaus nicht bedeutungs-los ist. Es muss vielmehr hervorgehoben werden, dass das Wasser nichtnur neutrale, sondern auch säureneutralisierende Salze beherbergt. Wenndaher Ebler die Quelle bezeichnet als einen arsenhaltigen erdmuria-tischen einfachen Kochsalzsäuerling, so möchte ich das dahin modifizieren,dass sie eine erdalkalisch-muriatische ist, was namentlich, wie wirsehen werden, für den Vergleich mit La Bourboule wichtig ist. Der
*) Eine neuerdings ausgeführte Analyse hat auch Borsäure in relativ nichtunerheblicher Menge nachgewiesen.