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Über die Giftstoffe der Samen von Jatropha Curcas.
Von
JOHANNES FELKE.
Die nachstehende Arbeit gehört auch mit in die Reiheder Untersuchungen, welche Rizinus und verwandte Samen be-treffen. Da gerade das letzte Jahr neue Vergiftungen durchCurcassamen gebracht hat, scheint mir eine ausführliche Dar-stellung der Bestandteile und Wirkungen dieser Droge durchauszeitgemäss, namentlich da in diesen Versuchs-Stationen niemalsnoch davon die Rede gewesen ist.
I. Einige orientierende Vorbemerkungen über Curcas,
1. Botanisches. 1 )
Die Jatropheen, eine Gattung der grossen Familie derEuphorbiaceen, sind in etwa 70 Arten über die warmen Gebietebeider Hemisphären, vorzugsweise über Amerika verbreitet. IhrName leitet sich ab von Idofiai, ich heile, und tQoyrj, Nahrung,denn viele Pflanzen dieser Gattung dienen arzneilichen Zwecken,während andere wichtige Nahrungsmittel liefern. Zur erstenGruppe gehört Jatropha Curcas L., deren medizinische An-
*) Unter Benutzung von: A. Engleb und K. Prantl, Die natürlichenPflanzenfamilien, III. Teil, 5. Abt., S. 74f. Geisslee-Möller, Realenzyklopädieder gesamten Pharmazie (Habtwich). I. Aufl. A. Siegel, Die Giftstoffe zweierEuphorbiaceen, Diss. Dorpat 1893.
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