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2 (1913)
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Beiträge zur Kenntnis der chemischen Natur unddes biologischen Verhaltens des Rizins.

VonGEORGE REID.

Auf S. 5 seiner Arbeit 1 ) in diesen Versuchs-Stationen hatGeh. Rat Kobeet bereits auf meine Versuche kurz hingewiesen.Bei ihrer prinzipiellen Wichtigkeit hält er es für richtig, siehier ziemlich unverkürzt zum Abdruck zu bringen, da meineVersuche den Lesern dieser Versuchs-Stationen sonst doch nievor Augen kommen würde.

Cushny 2 ) und von ihm unabhängig Feanz Mülmie 3 ) habendie noch heute von vielen geglaubte Behauptung aufgestellt, dasRizin sei keine einheitliche Substanz, sondern ein Ge-misch eines Agglutinins und eines Toxins. Das auf denlebenden Organismus wirksame Toxin sei scharf von dem nurim Reagensglas bei Zusatz von Blut wirksamen Agglutinin zutrennen. Lau 4 ) hat als erster im KoBEETSchen Institute diesenAnschauungen den Boden zu entziehen gesucht, indem er nach-wies, dass das Rizin sich nicht nur mit roten Blutkörperchen,sondern auch mit vielen andern lipoidreichen Zellen des Körpersder Menschen und Tiere zu verbinden imstande ist.

*) Sep.-Abdr. aus KELLNEB-Festschrift 1913.

2 ) Akth. Cushny, Arch. exp. Path. u. Pharm. Bd. 41, 1898, S. 439.

3 ) Feanz Molleb, ebenda Bd. 42, 1899, S. 302.

4 ) Fb. Lau, Über vegetabilische Blutagglutinine. Dissert. Rostock 1906.

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