Beiträge zur Kenntnis der chemischen Natur usw. des Rizins.
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sich an Blutkörperchen verankert und prompt und starkagglutinierend wirkt. Damit ist bewiesen, dass in denZellen des Hundehirns nicht nur Toxin, sondern auchAgglutinin verankert war, was für die Annahme spricht,dass beide wohl dieselbe Substanz sind. Da diese Substanzerst an Hundehirnzellen gebunden war und sich dann mitBlutkörperchen der Katze verband, kann sie nicht art-spezifisch sein.
Versuch 4. Eine Portion Hundehirnzellen, die wie in den vorigenVersuchen hergestellt und in physiologischer Kochsalzlösung aufgeschwemmtist, wird mit Formalin gehärtet zur Konservierung und nach 3 Tagen je25 ccm mit 5 ccm des obenerwähnten Rizinusauszuges und mit 5 ccm einerphysiologischen Kochsalzlösung versetzt. Beide Portionen werden nach ein-stündigem Stehen filtriert, nach welcher Zeit sieh in dem mit 5 ccm Rizin-lösung versetzten Glase eine deutliche Schichtung der Flüssigkeit bemerkbargemacht hat.
Durch das Filter geht eine leicht trübe Flüssigkeit, von der sich zeigenlässt, dass sie auf Blutkörperchen nicht agglutinierend wirkt, was beweist,dass die zugesetzten 5 ccm Rizinlösung total von den Zellengebunden sein müssen. Die Filterrückstände werden wie in Versuch 3mit NaCl-Lösung und einem Tropfen verdünnter Salzsäure versetzt, nachhalbstündigem Stehen neutralisiert, filtriert und die Filtrate mit 2 °/ 0 igemIgelblut versetzt. Nach 12 Stunden zeigt sich in den mit Igelblut ver-setztem Filtrate, welches von den mit Rizinlösung versetzten Hundehirnzellenstammt, Agglutination der Blutkörperchen, wogegen das Filtrat der nur mitNaCl-Lösung versetzten Hundehirnzellen keine Agglutination zeigt, ebensowie eine Kontrollprobe von physiologischer Kochsalzlösung ~|-einer entsprechen-den Menge der verwandten Rizinlösung.
Versuch 5. 50 ccm Igelhirnzellen, die in physiologischer Koch-salzlösung aufgeschwemmt, ebenso zubereitet sind wie die Hundehirnzellen inVersuch 1, werden in 2 Portionen geteilt und dann aufgestellt.
a) 25 ccm Igelgehirn + 2 ccm 10°/ 0 iger Rizinanszug,
b) 25 „ „ +2 „ NaCl-Lösung.
Die erste Portion zeigt nach wenigen Minuten deutliche Zusammen-ballung der zu Boden sinkenden Zellen und eine darüberstehende klare Schichtder Flüssigkeit. Nach 12 Stunden werden beide Portionen filtriert, von demFiltrat zur Agglutinationsprobe Giläser aufgestellt und ein Kontrollglas.
1. 4 ccm Filtrat von a (d. h. Hirn + Rizinlösung) -)- 1 ccm 3 °/ 0 igesHühnerblut.
2. 4 ccm Filtrat von b (d. h. Hirn + Na Cl-Lösung) + 1 ccm 2 °/ 0 igesHühnerblut.
3. 4 ccm physiologische NaCl-Lösung + 1 ccm 2°/ 0 iges Hühnerblut.
Der Filterrückstand beider Portionen wird in der oben beschriebenenWeise behandelt und schliesslich auch mit 2°/ 0 iger Hühnerblutsuspensionversetzt, wobei das aus Portion a stammende Bndfiltrat Agglutination bewirkt,das aus Portion b stammende Endfiltrat dagegen die Blutkörperchen un-verändert Hess, Die Agglutination trat auch innerhalb 12 Stunden ein, wie