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Wakulenko :
W. Grimmer (15) fanden Amylase in den austreibenden Knollender Kartoffel, in Buchweizen, Wicken, Pferdebohnen, in demWiesenheu, in den Lupinenkörnern und im Roggenstroh, Rei-nitzer (16) in Akaziengummi, Gonnermann (17) in Zuckerrüben(Beta vulgaris), Saiki (18) im Rettig (Raphanus sativus L.),Tayloe (4) in Rizinussamen. Diastasen sind weiter in vielenVertretern der Kryptogamen (Algen, Pilzen usw.) entdeckt.
Die chemische Natur der Diastase ist noch nicht gänzlichaufgeklärt. Wroblewski (19) zählt sie den Eiweisskörpern(Albumosen) zu. Fränkel und Hamburg (20) dagegen erhieltenein sehr wirksames Diastasenpräparat, welches von allen Eiweiss-reaktionen eine äusserst schwache MiLLONSche Reaktion undschwache Pentosenreaktion gab. Aus den Fällungslösungen derKolloide wurde das Präparat nur durch kolloidales Eisenoxydgefällt. Durch fraktionierte Dialyse ist es den Autoren gelungen,aus der Diastase zwei Enzyme zu erhalten: ein verflüssigendesund ein verzuckerndes. Das erste dialysiert nicht, das zweitedialysiert. Brown und Morris (11) haben noch vor Fränkelund Hamburg die Vermutung ausgesprochen, dass es im Pflanzen-reich nicht nur eine, sondern mehrere Diastasen gibt. Sie unter-scheiden Sekretionsdiastase und Translokationsdiastase.Die erste befindet sich in keimenden, die zweite in ruhendenSamen und auch in anderen pflanzlichen Organen. Die Sekretions-diastase verflüssigt schnell Stärkekleister und löst die Stärke-körner ziemlich leicht, indem sie zuerst quellen und später zer-bröckeln. Die Translokationsdiastase wirkt rasch auf löslicheStärke, löst die Stärkekörner, aber ohne ein vorheriges Quellen.Auf Stärkekleister wirkt sie langsamer. Der weitere Unter-schied dieser beiden amylolytischen Enzyme besteht darin, dassdas Optimum der Wirkung der Sekretionsdiastase bei 55°, das-jenige der Translokationsdiastase bei 45 ° liegt. Die Vor-aussetzung von Brown und Morris über die Existenz mehrererDiastasen ist durch die Untersuchungen von L. Maquenne undE. Roux (21) bestätigt worden. Aus den Versuchen von But-kewitsch (4) mit der amylolytischen Wirkung der Auszüge ausRinde und einigen anderen pflanzlichen Organen (Robinia Pseud-acacia, Caragana arborescens und andere) ist auch zu sehen, dassder Auszug zwei verschiedene Enzyme enthält — ein verflüssigendesund ein verzuckerndes, und dass die zuckerbildenden und flüssig-machenden Wirkungen der Amylasen nebeneinander auftreten.