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Über die ferinentativen Eigenschaften der veget. Hämagglutinine usw. 3
In einer anderen Reihe von Versuchen mit Blut extrahierteKobeet die zerriebenen Rizinussamen (Ricinus communis) mitÄther nach Taylor (4) und schüttelte nach einmaligem Filtrierenden Auszug mit physiologischer Kochsalzlösung durch. DerÄther wurde dann bei 33° C. verdunstet und die in der Koch-salzlösung nachgebliebene Lipase diente für die Versuche mitBlut, welche aber ein unbestimmtes Resultat gaben. „NachTaylob bekam ich, schreibt Prof. Kobeet, überhaupt nichtsGreifbares.''
Für meine Versuche mit Blut benutzte ich ein Lipasen-präparat, welches von Prof. Kobeet nach Jalandeb dargestelltwar. Der Gehalt der festen Bestandteile in diesem Präparatbetrug 90.598%, Asche 3.290 °/ 0 . Für die Versuche nahm ich 1 gLipasenpulver, zerrieb es in 100 ccm 0.9°/ o iger NaCl-Lösung undliess die Mischung einige Stunden auf dem Wasserbade bei 37 ° C.stehen. Die Mischung wurde für die Versuche stets frischfiltriert. Da ich die Grenze der totalen Agglutination im Bluteverschiedener Tiere bestimmte, so musste der Auszug oft mitphysiologischer NaCl-Lösung verdünnt werden.
Zugleich mit der Lipase nach Jalandeb untersuchte ichdie Blutwirkung des Rizinuslipasenpräparates, welches nach derMethode von Falk und Nelson (5) hergestellt war. Die Her-stellung dieses Präparats ist sehr einfach und raubt wenig Zeit.Die Rizinussamen werden mit Tetrachlorkohlenstoff oder Chloro-form in einem Mörser zerrieben und extrahiert. Nach einigenStunden wird die Mischung filtriert und der die Lipase ent-haltende Rest mit den anderen Stoffen bei gewöhnlicher Zimmer-temperatur getrocknet, dann fein gemahlen und gesiebt. Fürmeine Versuche nahm ich 1 g von dem in dieser Weise be-kommenen Pulver und zerrieb es mit 100 ccm physiologischerNaCl-Lösung. Im übrigen verfuhr ich ebenso, wie mit der nachJalandeb hergestellten Lipase.
Ausser den Lipasenpräparaten nach Jalandeb und nachNelson und Falk untersuchte ich die Blutwirkung der paten-tierten Rizinuslipase, bezogen von der hiesigen Seifenfabrik desDr. Koch. Dieses Präparat wird bei der Seifenfabrikation vonder genannten Firma mit ausgezeichnetem Erfolg seit vielenJahren verwendet. Dem Äussern nach stellt es eine fette brei-artige Masse vor. Zu meinen Versuchen nahm ich einige Gramm