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2 (1913)
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II

Wakulinko :

Es sind mehrere Methoden für die Darstellung der Bizinus-lipase vorgeschlagen. Prof. Kobert hat für seine Versuche dieBizinuslipase nach der JALANDEESchen und nach der TAYLOESchenMethode benutzt.

Die Erhaltung der Bizinuslipase nach Jalandee (2) besteht,wie ich der Deutlichkeit wegen hier nochmals kurz erwähnenmuss, in folgendem: 200 g Eizinussamen werden von ihren Schalenbefreit und in einem Mörser mit 250 g Kottonöl zerrieben. Umdie Mischung von den gröberen Teilen zu trennen, wird siedurch Leinwand gepresst und die erhaltene trübe Flüssigkeitauf einer Zentrifuge etwa 2 Stunden lang mit einer Schnellig-keit von 1000 Drehungen in 1 Minute zentrifugiert.

Die groben unwirksamen Teile der Mischung fallen dabeizu Boden und die lipolytisch wirkenden Substanzen gehen in dieAufschlämmung über. Gewöhnlich bekommt man 200250 gAufschlämmung, welche später mit Petroläther entfettet wird.Jalandee hat nach seiner Methode trockene Enzyme im Quantumvon 2.53 % der genommenen Samen, Prof. Kobeet im Mittelnur 2.3 °/ 0 erhalten.

Eine der Tabellen in Kobeets Arbeit bietet einen Vergleichder Wirkung der nach Jalandee dargestellten Lipase und derentölten Samen.

Diese Tabelle zeigt deutlich, dass die Bizinuslipase dieFähigkeit besitzt, das Blut einiger Tierarten zu agglu-tinieren. Wenn solch eine Wirkung der Lipase nur vom Bizin-gehalt abhängen würde, so müssten die Lösungen der Lipaseauf Tauben- und Meerschweinchenblut ganz gleich wirken, dadie Empfindlichkeit beider Blutarten bezüglich des Bizins, wieProf. Kobeet sich geäussert hat, dieselbe ist. Kleine Bizin-und Bizinuslipasendosen, wie Prof. Kobeet weiter bemerkt,agglutinieren das Ziegenblut nicht, grosse Dosen derselben Sub-stanzen rufen Hämolyse hervor. Jedoch isolierte Ziegenblut-körperchen werden wie von Bizin so auch von Bizinuslipaseagglutiniert. Das alles gibt Prof. Kobeet Veranlassung anzu-nehmen, dassim JALANDEESchen Präparate die Lipase mit Bizininnig verbunden ist, dass aber eine reine Eizinwirkung auf Blutsich nicht entfalten kann, sondern nur eine in unberechenbarerWeise modifizierte". Der Versuch, die Lipase in reinem, rizin-freiem Zustande zu bekommen, ist Prof. Kobeet und auch Neu-berg (3), welcher es schon früher versucht hatte, nicht gelungen.