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lieber Bedeutung und Herkunft
bezogen werden kann, ist doch nicht beweisend. — Dass Chemo,im Arabischen Verbergen bedeutet, ist im Zusammenhange mitder uns jetzt beschäftigenden Frage im 17 ten Jahrhundert hervor-gehoben worden: von Bochart, welcher daraufhin die Ansichtaussprach, die Bezeichnungen Chemie und Alchemie leiten sichvon diesem arabischen Wort ab und bedeuten verborgene Kunst 27 ).Dass die Deutung des Wortes Chema als Geheimwissen oder ver-borgene Kunst damit, wie dieses Wort und das abgeleitete Ohemiain Zosimos' Erzählung vorkommt, gut stimmt, ist gewiss. Aberso weit die koptische Sprache schliessen lässt, hatte die ägyp-tische Sprache ein solches Wort mit dieser Bedeutung nicht 2S ).Dass die Sprache der Araber, welche erst viel später mit solchemWissen wie das hier in Betracht kommende sich beschäftigten,schon vor Zosimos' Zeit für die Aegypter die Bezeichnung diesesWissens gegeben habe, ist sehr unwahrscheinlich, und damit auchdie Richtigkeit des Versuches, die Erklärung des bei Zosimosgebrauchten Kunstausdrucks in solcher Weise weiter zurückführenzu wollen. Es könnten doch wohl die Araber ein Wort Kenia,welches Verbergen bedeutet, schon früher in ihrer Sprache gehabtund später erst nach dem Bekanntwerden mit der Chemie eine
27 ) A. o. (Anmerk. 19) a. O., p. 107 (ich lasse selbstverständlich die ara-bisch geschriebenen Worte weg): Ab Arabibus Alchymia non scribit-ur, utChami nomen per Cha, sed per CUeph. Unde patet origo nominis toties quae-sita nee dum reperta. Arabiee nimirum chema est oecultare. Verbum easignificatione in usu prima, quarta et quinta conjugatione. Inde igitur Che-mia vel Alchemia est ars oeculta. Quo non potuit dari nomen aptius, siverem ipsam respicias, sive docendi modum. Und p. 108 hebt Bochart nocheinmal bei einer anderen Erörterung hervor: Apparet Alchemiam Arabes aboecultando merito nominassc.
28 ) Mein College F. Hitzig theilt mir hierüber Folgendes mit: „Etwaswie chema = oecultare existirt im Koptischen nicht. Verborgen sein heisstdort hep. Dagegen bedeutet hime o. shime, himi o. shimi Weib. — Kama
G~> \ ' ist arabisch bedecken; aber kimijä kann grammatisch nicht davon
abgeleitet werden. In das Koptische sind wohl einzelne arabische Wörterübergegangen; aber das Koptische ist kein semitischer Dialect, und kamaverbergen eignete auch dem Altägyptischen schwerlich". Derselbe Gelehrtemacht mich auf das sanskritische hema Gold aufmerksam; aber dieser Winkentzieht sich bei mir weiterer Verfolgung.