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Nachweisbare Bekanntschaft
nach ist hier der Wunsch und gute Willen ausgesprochen, das"werthlosere Kupfer in werthvolleres Silber und dieses in das werth-vollste Gold verwandeln zu können, aber unter Bescheidung, dasses eben nicht möglich sei. Dafür aber, dass man den Themi-stios dafür als Zeugen betrachten dürfe, es sei schon zu seinerZeit eine Idee von Alchemie bekannt gewesen, hätte Themi-stios offenbar nicht bloss solche Metall Verwandlung als etwasWünschenswerthes, und die Art, sie zu bewirken, als etwas, dasman wohl gern ausfindig machen möchte, hinstellen müssen, son-dern die erstere als etwas Mögliches und die letztere als etwasmit Aussicht auf Erfolg zu Bearbeitendes. Ein Beweis, dass manim 4ten Jahrhundert, in welchem Themistios lebte (er starbzwischen 387 u. 390), die Metallverwandlung als etwas Bekanntesbetrachtet habe, ist durch jene seine Worte nicht gegeben; nichteinmal, dass man die Metallverwandlung zu bewirken versuchthabe.
Besser bezeugt ist ein allgemeinerer Glauben daran, dassMetall Verwandlung möglich sei und man sie zu bewirken verstehe,für das fünfte Jahrhundert. Deutliche Hinweisung darauf findetsich bei dem Aeneas Gazaeos, einem aus Gaza in Syrien gebür-tigten, gegen das Ende des 5ten Jahrhunderts lebenden Philo-sophen, welcher zuerst den Lehren der Neuplatoniker anhing, dannzum Christenthum übertrat, in einer Schrift über die Unsterb-lichkeit der Seele, welche in Form eines Gespräches eingekleidetnach einer der darin redenden Personen als Theophrastos be-nannt ist. Eine Stelle dieses Werkes ist, als für die Geschichteder Alchemie merkwürdig, oft angeführt worden; ein genaueresZusehen bezüglich derselben war dadurch geboten, dass uns derTheophrastos in sehr und wesentlich unter sich verschiedenenFormen erhalten ist. Dabei fand sich nocli eine andere, für dieGeschichte der Alchemie ebenso interessante Stelle; und weiter,dass beide Stellen als in der ursprünglichen Schrift des AeneasGazaeos enthalten, nicht etwa als später eingeschobene zu be-trachten sind.