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Die Heilquellen des Großherzogthums Baden, des Elsaß und des Wasgau : mit den Ansichten von Rippoldsau und Petersthal
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Kohlensäure .... 2,38 Gr. 2,164 Gr.

Kalkerde..... 0,198 0,178

Bittererde..... 0,138 0,129.

Natron...... 0,640 0,556

Kali ...... 0,070 0,067

Das Wasser sämmtlicher sechs Quellen hat die gewöhn-lichen physischen Eigenschaften der Säuerlinge, am stärkstenausgesprochen in der zweiten und am wenigsten in der viertenQuelle.

Früher war Soultzmatt sehr hesucht, jetzt ist es fast ver-lassen. Die Einrichtungen in dem Bad- und Gasthause ent-sprechen den Anforderungen unserer Zeit nicht, dagegen sinddie Preise sehr massig.

Nach dem Zeugnisse von Schenck, Honer, Ehrhart, Baccara,Willi und Meglin wurde das Soultzmatter Wasser in früherenZeiten hesonders hei Gelhsucht, Hämorrhoidalleiden, Störungendes Monatflusses, bei weiblicher Unfruchtbarkeit, Bleichsucht,bei Leucorrhoc, Schlcimschwindsucht, Scrophelsucht, Rhachitis,bei Harnbeschwerden, namentlich Gries, Hysterie, Hypochondrie,Rheumatismus, Gicht und selbst bei chronischen, Hautkrank-heiten in Gebrauch gezogen.

Soultzmatt nimmt einen Platz unter den eisenfreien Säuer-lingen ein, und zeichnet sich gewissennassen durch seinenKaligehalt aus. Angezeigt wird der Gebrauch des hiesigenWassers in allen den Umständen seyn, welche die Anwendungeines eisenfreien Säuerlings fordern oder gestatten.

Man trinkt' hier des Morgens unter Bewegung sechs bisacht Gläser Sauerwasser, entweder rein, oder mit einem Zu-satz von Milch oder Molken, und badet gleichzeitig, besondersbei rheumatischen und gichtischen Affectionen. In Klystierenwendet man das hiesige Wasser an bei Hämorrhoidalleiden,bei Blasencatarrh und sonstigen Krankheiten der Harnblase.

Soultzmatt ist durch seine Lage gegen die Nordwinde ge-schützt, die mittlere Temperatur während der Sommermonateist -f- 17° Cent.

Schenck, Beschreibung des mineralischen Sawerbronncn Wassers zuSultzmatt. Basel 1617. 12.