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Harze.
nissen und von Siegellack dient, den Perubaleam, in welchemneben Harz Zimmtsäure, Cinnamein (Zimmtsäure-Benzyläthers. S. 263) und Styracin (Zimmtsäure-Zimmtäther s. S. 263) vor-kommt; ferner den Storax, in welchem neben Harz das Styracinals Hauptbestandteil und ausserdem Zimmtsäure und Styrol, C 8 H 8 ,enthalten ist; den Tolubalsam, welcher neben verschiedenenHarzen Zimmtsäure, Benzoesäure und ein bei 170° siedendes äthe-risches Oel enthält; das Benzoeharz, das Material für die Dar-stellung der Benzoesäure (es enthält ca. 18 Proc. Benzoesäure); dieAloe, eine tiefbraune (aus Aloe capensis) oder rothbraune (ausAloe suecotrina) amorphe Masse, aus welcher beim Behandeln mitWasser das Aloin (s. später) sich löst. Es sei ferner erwähntdas Jalapenharz, eine gelblich braune Masse, und endlichder Mastix, hellgelbe Körner von balsamischem Geruch undGeschmack.
Von den sog. Gummiharzen sind zu erwähnen: das Ammoniak-gummi, der eingetrocknete Milchsaft von Dorema Ammoniacum,welches aus gelben bis gelbbraunen Körnern besteht und beimSchmelzen mit Kaliumhydrat neben flüchtigen Fettsäuren und Oxal-säure Kesorcin liefert; das Galb anumharz, der eingetrock-nete Milchsaft von Ferula erubescens; Stinkasant, Asa foetida,der eingetrocknete Milchsaft von Scorodosma foetidum , ein übel-riechendes bräunliches Harz, das seinen Geruch einem bei 135°unter Zersetzung siedenden schwefelhaltigen Oele, C^H^S^ ver-dankt (beim Schmelzen mit Kaliumhydrat liefert es neben flüch-tigen Fettsäuren Protocatechusäure und Resorcin); Euphorbium,von Euphorbia resinifera, dessen wirksamer Bestandtheil, Euphor-bon genannt, das Anhydrid einer nicht genau untersuchten Säureist; endlich Elemiharz, Gummigutt, Weihrauch undMyrrhe.
Mit den Harzen nahe verwandt ist das Kautschuk. VieleBäume, besonders die Euphorbiaceen, liefern, wenn Einschnittein ihre Rinde gemacht werden, einen Saft, der an der Luft all-mählich zu einer elastischen Masse erhärtet. Seine Zusammen-setzung entspricht der Formel C 8 H U . Wird Kautschuk mit Schwe-fel behandelt, so wird es bedeutend elastischer, es heisst dannvulcanisirt es Kautschuk.
Aus Ostindien kommt ein dem Kautschuk sehr ähnlicher Kör-per mit der Zusammensetzung C 10 Hi 6 vor, die Guttapercha.Sie stammt von einem Baume aus der Familie der Sapoteen undwird in ähnlicher Weise wie das Kautschuk gewonnen.
Als fossile Harze sind noch zu erwähnen: der Bernstein,der an der Ostseeküste gefunden wird. Er enthält neben Harzein Oel, Bernsteinöl, und Bernsteinsäure; dann der Asphalt oderJudenpech, wahrscheinlich durch Verharzung des Steinöls ent-standen, schwarze, bei ca. 100° schmelzende Masse.