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Repetitorium der organischen Chemie : mit besonderer Rücksicht auf d. Studirenden d. Medicin u. Pharmacie ; mit 11 Holzstichen
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Aetherische Oele.

wird, die Verbindung C10H17CI (welche dem Borneolchloridisomer ist), und zwar gleichzeitig in zwei Modifikationen, einerflüssigen und einer festen.

Durch Kochen mit verdünnter Salpetersäure wird es tief-greifend zersetzt, es entsteht Blausäure, Ameisensäure, Essig-säure, Propionsäure, Buttersäure, Terephtalsäure und Te re-bin säure C7H10O4, deren Constitution wahrscheinlich

^\ch~CH~CH~COOH ist.Cti 3 / | |

0"CO

Aus dem Terpentinölbromid, CioHieBrg (durch Einwir-kung von Brom auf Terpentinöl erhalten), entsteht durchAbspaltung von 2HBr Cymol (Methylpropylbenzol). DasAuftreten von Terephtalsäure und Cymol beweist, dass dasTerpentinöl den Benzolkern enthält.

Bei wiederholter Destillation, ebenso bei der Behandlung mitverschiedenen Säuren geht das Terpentinöl in das inactive Cam-phen C 10 H J6 über, welches eine bei 58° schmelzende und bei 160°siedende Krystallmasse ist.

Citronenöl, C 10 Hi 6 , wird durch Auspressen der Citronen-schalen gewonnen. Es ist leichter wie Wasser, siedet bei 175°,riecht nach Citronen. Es vereinigt sich mit 2 HCl.

Von den Sauerstoff enthaltenden Oelen erwähnen wir:

Baldrian öl, aus der Baldrianwurzel zu erhalten, ist ein Ge-menge von Baldriansäure, C 5 Hi 0 O 2 , mit Valeren, C I0 H I6 , und Bal-driansäureäthern, welche durch fractionirte Destillation von einan-der zu trennen sind.

Kümmelöl, aus den Früchten von Carum carvi, enthältneben einem Kohlenwasserstoff C 10 H 16 , Carvol oder CarvacrolCi 0 H 14 0.

Römisoh-Kümmelöl aus Cuminum cyminum darstellbar, istein Gemenge von Cymol, C 10 H I4 , mit Cuminaldehyd, C 10 H I4 0.

Nelkenöl, aus der Gewürznelke, ist ein Gemenge einesfesten Kohlenwasserstoffs, C 20 H 32 , welcher bei 254° siedet, mitNelkensäure oder Eugenol, C 10 H 12 0 2 . Das Eugenol ist eineölige, bei 247° siedende, durch Schmelzen mit Kaliumhydrat inProtocatechusäure und Essigsäure sich zersetzende Substanz, derenConstitution C 6 H 3 (0H). (0CH 3 ) .C 3 H 5 (1.2.4) ist. Es ist demnachder Monomethyläther des Allylbrenzcatechins und steht in naherBeziehung zum Coniferylalkohol (vergl. Glycoside) C 6 H 3 (OH).(ÜCH 3 ). C 3 H 4 0H und der in der Asa foetida vorkommenden Fe-rulasäure C 6 H 3 (0H).(0CH 3 ). C 2 H. 2 C0 2 H.

Thymian öl, von Thymus vulgaris, besteht aus einem Koh-lenwasserstoff, C ]0 H 16 , Thymen, und Thymol, dem Phenol des«-Cymole.

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