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Repetitorium der organischen Chemie : mit besonderer Rücksicht auf d. Studirenden d. Medicin u. Pharmacie ; mit 11 Holzstichen
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C 2 Gruppe. Aethylverbindungen.

I

essigsaure CH 2 (S0 3 H) COOH, eine krystallisirende, leicht lös-liche, zweibasische Säure.

Wir haben bisher nur diejenigen sauerstoffhaltigen Deri-vate des Aethans betrachtet, in denen der Wasserstoff derzweiten CH3 Gruppe noch erhalten oder allenfalls durch Chlorersetzt ist. Tritt dagegen an die Stelle von WasserstoffHydroxyl, so entstehen Körper, die, je nachdem ein, zwei oderalle drei H durch OH vertreten sind, Alkohole, Aldehyde,Säuren sind.

Ist in jeder der beiden CH3 Gruppen des Aethans einH durch OH ersetzt, so entsteht der Körper CH 2 (OH)~CH 3 (OH),welcher natürlich alkoholische Eigenschaften besitzt, ein Dop-pelalkohol gleichsam ist. In der C3, C4 und C5 Reihe sindsolche Doppelalkohole gleichfalls bekannt, sie heissen Glycole.

In ihnen sind zwei durch Kohlenwasserstoffreste etc. ver-tretbare Wasserstoffatome vorhanden. Für das AethylenglycolCH 2 (OH)

I z. B. ist sowohl der Monäthyläther als auch der

CHs(OH)

CH 2 (OC 2 H 5 ) CH 2 (OC 2 H 5 )

Diäthyläther: ! und 1 >

CH 2 (OH) CH 2 (OC 2 H 5 )

der Monacetyläther und der Diacetyläther:

CH 2 (OC 2 H 3 0) CH 2 (OC 3 H 3 0)

I und I ;

CH 2 (OH) CH 2 (OC 2 H 3 0)

CH 2 ONOa

der Salpetersäureäther | u. s. f. dargestellt worden.

CH 2 ON0 2

Aethylenglycol, Aethylenalkohol:

CH 2 (OH)"CH 2 (OH) oder C 2 H 6 0 2 .Es enthält also ein O mehr als der Aethylalkohol. Das Aethy-lenglycol wird aus dem Aethylenbromid dargestellt.

Man digerirt Aethylenbromid mit Silberacetat und erhält soden Essigsäure-Glycoläther.

CEycyäaOj)

CH,Br-CH,Br + 2 AgC,H,0,+ I fr +2 AgBr.

Der Essigsäure-Glycoläther wird alsdann durch Kochen mit Kali-lauge in Glycol übergeführt: