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Repetitorium der organischen Chemie : mit besonderer Rücksicht auf d. Studirenden d. Medicin u. Pharmacie ; mit 11 Holzstichen
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Methylchlorid. Methylbromid.

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(In den Kohlenbergwerken, wo es mit Luft gemischt ist, istes, durch die Lampe der Grubenarbeiter entzündet, die Ur-sache derschlagende Wetter" genannten Explosionen.)

Wird eine Mischung von Grubengas und Chlor zu gleichenVolumen dem zerstreuten Tageslicht ausgesetzt, so erhält mandas erste C'hlorsubstitutionsproduct desselben:

CH 4 + Cl 3 =CH 3 C1 + HCl.

Ilalogen-Suhstitiitionsproducle.

I. Es ist ein H des Grubengases durch einHalogen ersetzt.Methylchlorid, Chlormethyl, CH3CI. Kommt in derNatur nicht vor. Es wird aus Methylalkohol und Chlor-wasserstoffsäure dargestellt:

CH4O -f HC1=CH 3 C1 + H 2 0

Methylalkohol. Methylchlorid.

Man leitet in mit Zinkchlorid versetzten und erhitzten Me-thylalkohol Salzsäuregas und fängt das entweichende. Gas überWasser auf.

Farbloses, angenehm riechendes und süsslich schmecken-des Gas, das sich in einer starken Kältemischung zu einerFlüssigkeit verdichtet und bei21° siedet. Volumgew. =25.25; Moleculargew. = 50.5.

Idhylbroniidj Brommethyl, CHsBr. Es wird ausMethylalkohol und gasförmiger Bromwasserstoffsäure oder nas-chender Bromwasserstoffsäure dargestellt:

CHtO -f HBr = CHsBr -f H 2 0.Man lässt Brom bei guter Abkühlung tropfenweise zu Methyl-alkohol, unter welchem sich amorpher Phosphor befindet, hinzu-fliessen. *)

*) Die Verbindungen des Phosphors mit Chlor, Brom und Jod,PC1 3 , PBr 3 , PJ 3 zersetzen sich bekanntlich durch Wasser in phos-phorige Säure und Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoflsäure undJodwasserstoffsäure (vergl. Anorgan. Chem. S. 130 und 131):

PCI3 +3H a O = PH3O3+3HCI,!

PBr a +3H 2 0 = PH s 0 8 +3HBr,

PJ 3 +3H a 0 = PH 3 0+3HJ.

Pinner, Organ. Chemie, 6. Ann. 2