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Cyanverbindungen.
za durchsichtigen Krystallen, die bei —34"4° schmelzen; das flüssigeCyan siedet unter gew. Druck bei —21°. Durch starken Druck ver-flüssigtes Cyan hat das spec. Gew. D 17 . 2 = 0 - 866. Wasser von 20°löst sein 4'5faches Volum Cyan; die Lösung bräunt sich bald unter Ab-.Scheidung brauner Azulmsäure. Alkohol löst sein 20faches Volum. DieAlkalimetalle verbrennen bei etwas erhöhter Temperatur in Cyan zuKCN, NaCN. Mit Wasserstoff bildet Cyan bei etwa 500° HCN. Wasserwird bei Anwesenheit kleiner Mengen Aldehyd unter Bildung von Oxa-mid, (CONH 2 ) 2 , aufgenommen. H 2 S gibt gelben Flaveanwasserstoff,CN-CS-NH«,, und gelbrothen Rubeanwasserstoff CS(NH 2 )-CS(NH 2 ).
Ein Polymeres des Cyans, das Paräcyan. (CN)x, entsteht nebenCyangas beim Erhitzen von Cyanquecksilber oder Cyansilber, sowie auchaus flüssigem Cyan durch theilweise Polymerisirung bei 500°. Es bildeteine lockere, dunkle Masse, die bei hoher Temperatur in Cyan zerfällt.
Methylencyanid (Malonitril), CN"CH 2 'CN, aus Cyanacetamid undP 2 Ö 5 . Smp. 30°; Sdp. 219°. Löst sich leicht in Alkohol und Aether,schwerer in Wasser. Ist sehr reactionsfähig; über homologe Nitrilevgl. B. 24, R. 73; 27, 690. Derivate s. B. 29, 1168-
Aethylencyanid (Bernsteinsäurenitril). CN ■ CH 2 • CH 2 • CK Manerhitzt Aethylenbromid in alkoholischer Lösung mit CNK unter Rückfluss.Das Aethylencyanid wird im luftverdünnten Räume ausfraetionirt. Sdp. 158°bei 20 mm\ Smp. 54'5°. Gibt beim Kochen mit wässrigen Alkalienoder mit Salzsäure Aethylendicarbonsäure (Bernsteinsäure). C 2 H 4 (CO a H) 2 ,unter Abspaltung von 2 NH 3 . Naschender Wasserstoff wird direct auf-genommen unter Bildung von Butylendiamin, C 4 H 8 (NH 2 ) 2 ; arbeitet manmit Natrium in alkoholischer Lösung, dann entsteht nebenher unter Ab-spaltung von NH 3 und Ringschliessung Pyrrolidin, C 4 H 8 - NH.
Trunethylencyanid (n-Brenzweinsäurenitril), CNCH 2 -CH 2 - CHy CN.Aus Trimethylenbromid in alkoholischer Lösung und CNK. Flüssigkeit.Sdp. 149° unter 15 »«; 274° unter gew. Druck. Geht durch Verseifenmit starker Salzsäure in Glutarsäure (S. 199) über. Mit Natrium inalkoholischer Lösung entstehen Pentamethylendiamin, NH 2 '(CH 2 ) 5 NH.,.und unter Ringschliessung Piperidin C 5 H 10 - NH (s. d.).
Propylencyanid (Brenzweinsäurenitril), CH 3 •CH(CN) - CH 2 (CN).Aus gew. Propylenbromid in Alkohol mit CNK. Smp. -J- 12°. Sdp.ca. 255°.
Octomethylencyanid, CN^CHa^'CN. Wird durch Erwärmen
und nachherige Destillation von Sebacinamid (aus Sebacylchlorid und
starkem Ammoniak), Smp. 208°, mit 2 Mol. PC1 5 im stark luftverdünnten
. Räume erhalten. Flüssigkeit, die unter 15 mm bei 199—200° siedet.
Gibt Dekamethylendiamin, Smp. 61 - 5°, Sdp. 140° bei 12 mm.
lieber diraoleculare Dinitrile, z. B. Diac etonitril, s. B. 28, ß. 846.
Isocyanide der Alkoholradicale oder Isonitrile (Carbylamine).
Während den wahren Cyaniden oder Nitriten die ConstitutionR • CN zukommt und hier bei der Verseifung durch wässrige Alkalien oderMineralsäuren das Stickstoffatom in Form von Ammoniak abgespalten