392
Animalische Mittel.
Prüfung.
An-wendung.
Lack, "Wachs oder Harz verklebt sind. Bei solchen ist nicht alles inOrdnung, sie sind zurückzuweisen.
Prüfung. Der aus dem Beutel genommene Moschus soll mit Hilfevon Terpentinöl unter dem Mikroskope in dünner Schicht ausgebreitet, ziemlichg'leichmäi'sig schollenartig in durchscheinende, braune, formlose Splitter undKlümpchen zerfallen. Fremde Körper, als Haare, Membranteilchen müssenausgesucht werden.
Wird zerriebener Moschus mit Chloroform geschüttelt, so sammelt ersich an der Oberfläche, ohne das Chloroform zu färben.
Beim Verbrennen darf er nur 8°/o Asche zurücklassen.Anwendung. Der Moschus ist ein starkes, die ganze Thätigkeitdes Organismus steigerndes Erregungsmittel. Er ist in gut schliefsendenGefäfsen aufzubewahren. Wegen des lange anhaltenden Geruches sindbesondere Dispensiergeräte zu verwenden.
Künstlicher Moschus. Als solcher gilt ein von Baur zuerst dar-gestelltes Benzolderivat. Ein Gemisch von Butyl- und Toluolchlorid Avirdmit Aluminiunichlorid erhitzt und das Beaktionsprodukt mit rauchenderSalpetersäure und Schwefelsäure behandelt. Er bildet farblose, in Wein-geist lösliche Krystalle. Der eigentümliche Moschusgeruch tritt besondersauf Zusatz von Ammoniak hervor, durch Chininsulfat wird er fast auf-gehoben.
J•