Animalische Mittel.
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teils, in Wasser nur wenig löslich. Der Hauptbestandteil ist eine harz-artige Masse, ferner etwas Fett, Cholesterin, ätherisches Öl, Benzoesäureund Mineralsubstanz.
Man unterscheidet das sibirische, Castoreum sibiricum oder mosco-viticum (vom Jenisei und der Lena) und das amerikanische Bibergeil,Castoreum canadense von Kanada und der Hudsonbay. Die sibirischenBeutel sind mehr rundlich, etwas gröfser als die kanadischen, die heidenaufseren Häute lassen sich leichter abziehen, der Inhalt ist mehr gelblichbraun und die Tinktur daher viel heller, als hei den kanadischen; auchist der Geruch und der Geschmack viel stärker.
Das Castoreum wird vielfach verfälscht, durch getrocknetes Blut,geräuchertes Fleisch, Sternchen u. s. w. Beim Einkauf hat man daherdarauf zu sehen, dafs die Beutel prall, hart, schwer und unversehrt sind,genähete Beutel sind verdächtig.
Anwendung. Das Castoreum findet hauptsächlich in der TinkturAnwendung als Antihystericum.
Wegen des starken, lange haftenden Geruches sind für Castoreumbesondere Dispensiergeräte erforderlich.
An-wendung.
Moschus.
Der Moschus findet sich schon in den Sanskritschriften, wie auch imTalmud erwähnt. Später, im 5. Jahrhundert, ist der Armenier Moses vonChorene der erste, welcher ihn erwähnt. In Deutschland ist er seit dem15. Jahrhundert bekannt.
Ahstammung und Beschreibung. Der Moschus stammt von dem At-in den Hochebenen Mittelasiens, von Tibet bis Sibirien, lebenden mann- ^"Sö 1 - 8liehen Moschus- oder Bisamtiere Moschus moschiferus L., einem zierlichen, schroümn s-angehörnten, den Hirschen verwandten Tiere, dessen Männchen hauerartigentwickelte Eckzähne haben.
Der Moschus ist das Sekret einer Drüse, welche zwischen Nabel undBute gelegen ist. Diese Drüse, der Beutel, wird ausgeschnitten; er zeigtauf der einen Seite eine flache, häutige, kahle, auf der andern eine kon-vexe, behaarte Oberfläche, welche in der Mitte der muskulösen Haut eineÖffnung, die Mündung zeigt; die getrockneten Beutel sind meist etwaeirund, 4,5 — 5 cm grofs und 15 — 45 gm. schwer. Die Aufsenhaut Destehtaus drei Membranschichten, in denen in häutigen Falten der Moschus sichbefindet als schwarzbraune oder dunkelrotbraune, locker krümeliche oderweiche Masse von charakteristischem Geruch und bitterem Geschmack. Inverdünntem Weingeist ist er zur Hälfte, in Wasser zu dreiviertel löslich;an andere Lösungsmittel giebt er wenig ah.
Bevor er zur "Verwendung genommen wird, soll der Moschus überSchwefelsäure so lange getrocknet werden, bis er einen Gewichtsverlustnicht mehr erleidet..
Bei dem hohen Preise wird der Moschus mit aller Baffmerie ver-fälscht, getrocknetes Blut, eingetrocknete Pflanzensäfte, Katechu werdenihm zugesetzt. Die Beutel selbst sind oft mit Schrotkörnern, Sohlleder-stückchen, Benzoe, Sand u. dgl. beschwert. Beim Einkauf eines Beutelshat man genau zu prüfen, ob derselbe Öffnungen, Nähte zeigt, die mit