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2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
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Animalische Mittel.

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Pulver im Handverkauf als sogen. Brunstpulver für Kühe abzugeben, dasie zu den sehr stark wirkenden Mitteln gehören. Beim Pulvern der Spa-nischen Fliegen ist grofse Vorsicht geboten.

Sie sind dem Insektenfrafse sehr ausgesetzt; um dem vorzubeugen,werden sie scharf getrocknet und in ausgetrocknete, gut schliefsende Glas-gefäfse gegeben.

Gröfste Einzelgabe 0,05 gm., gröfste Tagesgabe 0,15 gm.

Goccionella, Kochenille. Coccus Cacti L., die Nopal schildlaus, lebt aufOpuntiaarten, besonders in Mexiko. Das Insekt ist 2 4 mm lang, bläu-lichrot.

Die Kochenille des Handels ist fast halbkugelig, linsengrol's, unregel-mäfsig verschrumpft und quergefurcht. Je nach der Art des Trocknens oderihres Lebensstadiums erscheint sie bald rötlichschwarz, bald in den Furchenweife bestaubt (silbergraue Kochenille), im ferneren ist sie mit einer rotenMasse erfüllt. Die Droge besteht aus den Weibchen, welche nach der Be-gattung um mehr als das Doppelte anschwellen und dann getötet werden.Ihre Lebensdauer ist 6 Wochen.

Der Farbstoff der Kochenille ist zum geringern Teil in Akohol, zumgröfseren in Wasser löslich. Die Farbe an und für sich ist nicht schön.Die besseren Töne müssen durch Behandlung mit Säuren und Alkalien her-vorgerufen werden; erstere bewirken eine blasse, letztere eine violette, fastblaue Farbe. Alaun ruft

im Kochenillenauszug eineschöne hochrote Farbe her-vor und einen solchenNiederschlag, das C a r m i n.Die Kochenille findet inder Medizin fast gar keineVerwendung mehr, sehrausgedehnt aber in derFarbenindustri e.

Hirudo, Blutegel.

Der Arzneischatz desSanskrit zählt zwölf ArtenBlutegel auf, von denensechs als giftig bezeichnetwerden. Auch die altenHebräer wandten ihn an;Plinius thut seiner gleich-falls Erwähnung.

Beschreibung. DerBlutegel gehört zu derFamilie Hirudinea oderDiscophora.

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Fig. 435.

-Schreibung

Sm Sanguisuga medicinalis. So Sanguisuga ofiicinalis.Mundsaugnapf, ss derselbe aufgeschlitzt und ausgebreitet,(nach Komm. z. Arzneib. von H. F. u. H.)

Das Arzneibuch unterscheidet zwei Arten: Sanguisuga medicinalisSavigny, den deutschen Blutegel, und Sanguisuga officinalis Savigny, denungarischen Blutegel. Der erstere trägt auf dem Rücken auf mattgrünem,