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Die zusammengesetzten Organe.
Stamm derDikotylen.
Peripherie des Stammes, um dann in die Blätter überzugehen (Fig. 105).
Häutig durchziehen die Gefäfsbiindel den Stamm eine Zeit lang ihm parallel
und verzweigen sieh dann in einem
Fig. 105. Knoten auf die mannigfachste Weise,
^ x wie bei den Gräsern; diese Knoten
bilden die Ansatzstelle der Blätter,
das Mark schwindet dann meist sehr
früh; der Stengel wird hohl.
Nur in den seltensten Fällen(bei Dracaena, Yucca) verdickt sichder Stamm der Monokotylen wäh-rend der ganzen Lebensdauer, imübrigen ist das Dicken Wachstum aufeine sehr kurze Zeit beschränkt.
Bei genannten baumartigenLiliaceen bildet sich aus den äufser-sten Schichten des Grundgewebesein Teilungsgewebe, welches nachArt des Cambiums nach beiden Sei-ten hin neues Gewebe hervorbringtund so ein unbegrenztes Dicken-wachstum bedingt. Nach innen zuwerden diese cambialen sehr langenZellen zu Parenchymzellen, durchwelche das Grundparencbym seinenZuwachs erhält, nach aufsen zu bil-den sich in dem neuen Gewebe Ge-fäfsbündel durch Längsteilung. DieGefäfsbiindel enthalten einen Xylem- und einen Bastteil. Es entstehtdann auch ein auf dem Querschnitte ringförmig erscheinendes Teilungs-gewebe, ein Verdickungsring (Fig. 106).
Vorlauf derGefäfsbiindel beider Schwertlilie.
Querschnitt durch den Stamm von
Dracaena.f Korkschicht, d Rindenparenchym,V Verdickungsring, j später ent-standene Gefäfsbiindel, x früher ent-standene, m Mark, e Epidermis.(Vergr. 20 Mal, nach Schacht.)
Bei den Dikotylen und Gymnospermen ist der Stamm imjugendlichen Zustande gleichfalls mit einer Oberhaut bedeckt. Bei demvon innen her erfolgenden Dickonwachstum mufs dieselbe mancherlei
Veränderungen erfahren.
Sie
der dadurch
bedingten
Ausdehnung
nicht zu folgen, sie wird gesprengt, und es entsteht als Ersatz der absterben-den Epidermis der Kork. Die Gefäfsbündel sind offen, sie bilden einendurch die Markstrahlen unterbrochenen Bing um das centrale Mark, nachaufsen die primäre Rinde, nach innen das primäre Holz darstellend;zwischen beiden Gewebeformen liegt das Cambium. Durch die Thätigkeitdes letzteren entsteht innerhalb der ursprünglichen Bündel die sekundäreBinde und das sekundäre Holz. Zwischen den ursprünglichen Bündelnliegen die Markverbindungen, innerhalb der durch die Thätigkeit desCambiums entstandenen Gefäfsbündel verlaufen die sekundären Markstrahlen.Der sekundäre Holzkörper ist stets mächtiger entwickelt als der ent-sprechende Bastteil. Derselbe besteht beim Nadelholz aus faserförmigenTracheülen, bei den Dikotylen aus Gefäfsen, Skleronchym- oder Holz-fasern (Libriform) und aus Holzparenchym, von denen die Libriformfasern