Die zusammengesetzten Organe.
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Die zusammengesetzten Organe.
Nach Besprechung der einzelnen Gewebeformen und Gewebesystemeerübrigt noch, der Übersichtlichkeit halber, kurz die Anordnung derselbenin den zusammengesetzten Organen, in dem Stamme, der "Wurzel und imBlatte der für uns wichtigeren Pflanzenabteilungen zu betrachten.
I. Der Stamm.
§ 28. Don einfachsten Bau zeigt der Stamm der Kryptogamen. Beiden Laub- und Lebermoosen hat er keine Gefäfsbündel, sondern bestehtnur aus parenehymatischem Zellengewebe, dessen äufsorster Teil cblorophyl-haltig und stark verdickt ist, sodafs eine deutliche Epidermis auftritt, diechlorophyllarme Unterseite entwickelt Wurzelhaare. Er ist mit wirklichenBlättern versehen, welche die Assimilation besorgen. Am höchsten aus-gebildet ist der Stamm der Laubmoose; beiihnen finden sich leitende Gewebezüge, welcheaber aus ganz gleichartigen, gestreckten Zellenbestehen.
Der meist unverzweigte Stamm der E a r n -k runter zeigt Mark, Rinde und geschlosseneGefäfsbündel, welche oft von stark verholzten
en umgeben sind und sich nach den Bliit-
Stamm derhöherenKrypto-gamen.
Querschnitt durch einen tropischen
Farrnstamm.
a, b Schichten verholzter, fester Zollen,
c Gefäfsbündel, m Mark, r Kinde, 1—5
'Wülste der abgeworfenen Wedel.
(Natürliche Grüfse) (nach Schacht).
?el
tera erstrecken. Bei einigen baumartigen Farn-kräutern erscheinen innerhalb des Gefäfsbünclol-kreises noch zahlreiche kleinere Gefäfsbündelim Marke zerstreut (Fig. 104). Der Stamm hatgewöhnlich verkürzte Stengelglieder und bleibtin unserer Zone als Rhizom unter der Erde,während er in den Tropen sich zu beträcht-licher Höhe erhebt und Luftwurzeln treibt.Die Blätter entwickeln sich am Vcgetationskegel und sind im jugend-lichen Zustande uhrfederförmig aufgerollt.
Der Stamm der Lycopodiaceen mit sehr verkürzten Stengelglie-dern hat entweder einen einzigen Gefäfsbündelkreis oder mehrere Gefäfs-bündel, welche durch pareneliyniatisches Gewebe voneinander getrennt sind.
Der Stamm der Monokotylen ist in der Jugend stets von einerOberhaut bedeckt, welche als solche mit Cuticula und Spaltöffnungen ver-sehen ist. Oft enthält dieselbe in den Zollwänden eingelagert Kieselsäure,wie bei den Gräsern. Die Binde ist einfach, nur primär, aus Parenchymbestehend, in welchem oft stark verdickte Fasern auftreten. Die Gefäfs-bündel sind in sich abgeschlossen, im Grundgewebe zerstreut und stehendem Bande zu dichter. Der Siebteil der Bündel liegt nach der Peri-pherie des Stammes zu.
Die Gefäfsbündel drängen sich oft um das centrale Mark immerdichter zusammen, das die einzelnen Bündel trennende Parenchym wirdkleinzelliger und ist stärker verdickt (Fig. 106).
Die Richtung der Gefäfsbündel ist der Oberfläche des Stammes parallel;diejenigen Bündel, welche in die Blätter übergehen (Blattspurstränge) wen-den sich nach ihrer Entstehung zunächst dem Marke zu und von da zui-
st,! nun derMono-kotylen.