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2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
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Der Sprofs.

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Die eigentlichen Knospenschuppen (Perulae) sind in ihrer Anlagevon den Laubblättern nicht verschieden, gelangen aber nicht zu einersolchen Ausbildung wie diese; sie bilden sich schon früh vor dem Triebund kommen nur bei mehrjährigen Pflanzen vor. Wenn die Knospe be-ginnt auszutreiben, fallen die Knospenschuppen entweder ab, oder bleibenvertrocknet noch mehrere Jahre lang am Zweige sitzen, wie bei denAbietineen. b

„ c ) ^ io Niederblätter im engern Sinne an den unterirdischenstammen sind farblose Schuppen, aus deren Achseln Blatttriebe undbluten entspringen. Diesen dienen sie als Schutzhüllen.

_ 2. Die Laubblätter (Folio), auch, schlechthin Blätter genannt, ent-wickeln sich am Vegetationskegel und sind in der Regel grün gefärbt,in ihren Achseln liegt häufig eine Knospe, die sich zum Sprofs weiterentwickelt.

Man unterscheidet am Blatt fünf Teile: 1. den Blattstiel, 2. die±51attscneide, 3. die Blattfläche oder Blattspreite, 4. die Neben-blatter, 5. das Blatthäutchen.

i i? 1 i e f e fÜnf TeÜe kommen jedoch nicht jedem Blatte zu und je nachaem fehlen des einen oder andern ändert sich, die Gestalt des Blattes.bo heilst om Blatt ohne Blattstiel ein. sitzendos, mit Blattstiel ein ge-stieltos. ' b

i u Dor ,. i B1 i attsti ö | (Petiolus) kann verschiedene Länge und GestaltHaben, oft ist er am Grunde verbreitert, so dafs er den Stengel umfafst,wie bei Ranunculus auricomus, er bildet dann den Über-gang zur Blattscheide (Vagina). Manche Blätter habenan der Ansatzstelle des Blattstiels an den Stengel eine An-schwellung, die man das Gelenk genannt hat, z. B. Aes-culus. Das Blatt löst sich dort glatt ab und hinterläfstnach dem Abfallen eine Narbe.

Der Querschnitt des Blattstiels ist ent-weder rund oder halbrund, rinnenför-mig, flach, oft auch an den Seiten mitblattartigen Anhängseln versehen, geflügelt,wie bei Fol. Aurantii.

Die Nebenblätter stehen am Grundezur Seite des Blattstiels, wie bei den Pa-pilionaceen; bei den Rosaceen sind sie mitdem Blattstiel verwachsen, bei der Stachel-beere sind sie dornig, bei der Erbse laub-artig und bleibend, bei der Eiche und Buchehäutig und abfallend.

Die Blattscheide (Vagina) legt sich

Kg. 11.(1

Fig. 12.

a Gespaltene Blatt-Scheide einesGrases.

t> Blatthäutchen,

c Knoten,

'1 Stück desBlattes

röhrenförmig um den Stengel, bei den

Blattsehoidoeiner Umlicllifero.

Gräsern ist sie an einer Seite gespalten (Fig. 11), bei den TJmbelliferenist sie gespalten und bauchig aufgetrieben (Fig. 12). Trägt die geschlosseneBlattscheide das Blatt auf ihrem Rücken, so nennt man sie Tüte (Ochrea)(%• 13).