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2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
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Der Sprofs.

Fig. 10.

digen Blätter die wirtelständige Blattstellung (Fig. 9), oder die Blättersind abwechselnd und zerstreut am Stengelumfange gestellt, wie dieÄste (S. 6). Die scheinbar regelmäfsigste Stellung ist dieabwechselnde, doch ist die zerstreute nicht minder ordnungs-mäfsig. Verbindet man nämlich die Ansatzstellen der BlätterBiattspiraie. auf dem kürzesten Wege durch eine um den Stamm gelegte

Spirale (Fig. 10), so ergiebt sich, dafs sich eine bestimmteAnzahl von Blättern in einer bestimmten Zahl von Um-läufen der Spirale befinden. Der Umlauf der Spirale voneinem Blatt bis zum nächsten über ihm stehenden heilstder Cyclus oder Wirbel.

Diese spiralige Stellung der Blätter wird nun durcheinen Bruch ausgedrückt, in welchem der Zähler die Um-läufe, welche die Spirale in einem Cyclus macht, der Nennerdie Zahl der Blätter eines Cyclus angiebt. Wenn also dasvierte Blatt über dem ersten steht und die Spirale eineWindung gemacht hat, so befinden sich in dieser 3 Blätter,die Blattstollung wird also y s genannt; wenn das sechsteBlatt über dem ersten steht und die Spirale zwei Windungengemacht hat, so enthält sie 5 Blätter, die Blattstellung wirdalso mit 2 / 5 bezeichnet (diese findet sich z. B. bei der Eiche).So erhalten wir weiter 3 / s : 5 / 13 Blattstellung. Auf den erstenBlick bemerkt man eine Gesetzmässigkeit der Brüche, in-dem die Summe der Zähler bezw. Nenner zweier Brüche den folgendenBruch ergiebt: % + % = %; 2 / 5 + 7s = Vis

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u. s. w.

§ 10. Arten der Blätter. Nach ihrem Vorkommen und ihrerThätigkeit erhalten wir vier Arten von Blättern: die Niederblätter, Laub-blätter, Hochblätter und Blütenblätter.1. Die Niederblätter. Zu ihnen gehören

a) die Keimblätter (Cotyledernes). Sie sind die ersten Blattorganeeiner durch geschlechtliche Fortpflanzung erzeugten Pflanze und warendeshalb schon vor der Keimung im Embryo in der Anlage vorhanden.Sie sind nur dem Keim eigen und bedingen nach ihrer Zahl die Ein-teilung der angiospermen Gewächse in Monokotyledoncn, die miteinem Keimblatt, und Dikotyledonen, die mit zwei Keimblättern auf-treten.

Bei einigen Pflanzen bleiben die Keimblätter in der Erde, so beider Eiche, Kastanie u. a., bei anderen treten sie an das Licht, z. B. beimAhorn, bei der Bohne.

Im allgemeinen sind die Keimblätter wesentlich von den Laubblätternverschieden, bedeutend kleiner, dicker und fleischiger. Sie dienen meistals Speicherorgane von Nährstoffen für die junge Pflanze und leben nurso lange, als sie clor jungen Pflanze nützlich sind.

b) Die Deckblätter. Sie haben einen bestimmten. Ort und Zweck.Sie befinden sich an der Spitze des betreffenden Organs und dienen dazu,den jungen Trieb vor äufseren Einflüssen zu schützen; hauptsächlich findenwir sie bei den Stammknospen als Knospenschuppen.

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