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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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und bot ihm eine Stelle in der Königlichen Hofapotheke an.Unter Wittstock fand nun wol jeder junge Mann hinreichendeGelegenheit sich practisch gründlich auszubilden, so auch derneissige und strebsame Wilms.

Eine schwere Krankheit seines Vaters rief den.jungen Wilmsim Jahre 1842 in die Heimath, nachdem er mit einem sehr rühm-lichen Zeugnisse aus der Hofapotheke, in welcher er 4'/2 Jahrethätig gewesen war, entlassen worden.

Im October 1842 übernahm W. die Verwaltung der Henck-scben Apotheke in M.-Gladbach (Reg.-Bez. Düsseldorf), von dortrief ihn die Königliche Regierung von Arensberg zur Verwaltungder Apotheke nach Schwerte.

Im Jahre 1846 übernahm nun W. die Apotheke seines frü-hern Principals Herold in Münster, 1847 wurde ihm die Aufsichtdes Königlichen botanischen Gartens in Münster übertragen, 1848wählte ihn der landwirtschaftliche Hauptverein für Westfalen inden Vorstand, 1853 wurde er zum Kreisdirector des Norddeut-schen Apothekervereins für Münster gewählt, desgleichen auchzum Vortseber des naturhistorischen Vereins für das Rheinlandund Westfalen, 1853 wurde W. Mitglied des Medicinalcollegiumsfür die Provinz Westfalen. So vielseitig in Anspruch genommen,gab er 1854 die Stelle als Vorsteher des botanischen Gartens auf.Im Jahre 1864 wurde W. in das Directorium des NorddeutschenApothekervereins gewählt, wobei ihm auch nach MitscherlichsTode die Prüfung der Arbeiten über die Preisaufgaben der Ge-hülfen und Lehrlinge oblag.

Um seine Bemühungen für die Lichenologie Westfalens zu be-lohnen, belegte Professor Körber eine neue Gattung mit dem Na-men Wilmsia.

Bei Gelegenheit der Jubelfeier der Universität Bonn 1868,ernannte die philosophische Facultät Wilms zum Dr. phil.

In demselben Jahre gaben ihm seine Mitbürger durch seineWahl zum Stadtverordneten ihre Hochachtung zu erkennen. Auchzum Beirath bei Abfassung der Deutschen ReichspharmacopoeWurde er vom Cultusminister gewählt und gleichzeitig wählteihn die botanische Section des neu gegründeten WestfälischenVereins für Wissenschaft und Kunst zu ihrem Vorsitzenden.

Mancher harte Schicksalsschlag traf den so thätigen Wilms;s o verlor derselbe 1858 seine erste und 1869 seine zweite Frau,^ie auch 5 Kinder durch den Tod.

Von Wilms schriftlichen Arbeiten sind zu erwähnen: 1) einevergleichende Uebersicht der 5. und 6. Aufl. der Pharm. Bor.1847; 2) Vorträge über Verfälschung von Nahrungsmitteln Pseu-donym (D. Friedrich) erschienen.

Im Archive der Pharmacie finden sich Arbeiten über dasVorkommen des schwefelsauren Chinidins im schwefelsauren Chi-*ün, über Spir. aeth. chlorati und nitrosi und Aether aceticus,Ferr. oxydat. rubr., Darstellung der Magnesia usta, San-t'Oninzeltchen, Bestimmung der Syrupsconsistenz heisser Zucker-