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Cratevas schrieb ein Werk über Pflanzen mit Abbildungenund machte ein Antidot aus diversen Pflanzen bekannt.
Tiberius Claudius Menecrates, im 1. Jahrhundert v. Chr.,war der Erfinder des Diachylon und eines Mittels gegen Flechten,Ecdorion genannt. Noch viele Aerzte jener Zeit gelangten zuRuf, sie aber hier aufzuführen wäre nutzlos, da sie für diePharmacie kein Interesse bieten.
Da die Weltweisen in dieser vorchristlichen Zeit, so wiespäter, grösstenteils auch Naturforscher waren, so wollen wireinige der Bedeutendsten hier nennen:
Pylhagoras nannten wir schon und fügen hier nur noch hinzu,dass er der Entdecker des in der Geometrie berühmten Pythago-räischen Lehrsatzes ist.
Herodotos, 484—408 v. Chr. in Athen als Privatmann lebend,schrieb ein berühmtes Reisewerk, welches J. Ch. F. Bahr in dasDeutsche übersetzte, neue Auflage 1856; in demselben sind einigepliys. Beobachtungen über Ebbe und Fluth im rothen Meere, überWind, Regen in Äegypten, über Electron u. a. m. zu linden.
Empedokles, um 450 v. Chr., wohnte in Agrigent in Sicilien,nahm zuerst die 4 Elemente: Feuer, Wasser, Luft und Erde, alsoeigentlich die Aggregatzustände der Körper an.
Diogenes von Apollonia, um 450 v. Chr., auch der Physikergenannt, hielt die Luft für einen Urstoff und fand in ihr dasintellectuelle Princip.
Diogenes aus Sinope, geb. 414, gest. 324 v. Chr., der be-rühmteste der cynischen Philosophen, ging als Jüngling nachAthen um sich auszubilden.
Archimcdes, geb. 287, gest. 212 v. Chr., lebte in Syrakus.Einer der grössten Mathematiker des Alterthums, Gründer derMechanik und Statik, Urheber des Hebelgesetzes, des Flaschen-zugs, des Aräometers, der Wasserschraube (ArchimedischeSchnecke). Dass er die Römische Flotte mittelst eines Brennspie-gels angezündet hat, kann nicht mit Gewissheit nachgewiesenwerden.
Hero (auch Heron) aus Alexandrien, lebte in der Zeit von284—221 v. Chr., Erfinder des Heronsbruimens, des Heronsballs undder Aeolipile.
XI. Aerzte aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.
Asklepiädes, geb. zu Prusa in Bithynien, kam zu Ende dos1. Jahrb. v. Ch. nach Rom, suchte den Aerzten wieder Achtungund Zutrauen zu verschaffen, welches durch Archagatus und seineNach folger aus der empirischen Schule untergraben war. Er be-kämpfte die Missbräuche der verborgenen Medicin (magicaevanitates) und stritt gegen die streng wirkenden Mittel, wie Pur-