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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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Jacob Bell, geb. 1810, gest. 1859, Apotheker und Präses derpharm. Gesellschaft in London, hat grosse Verdienste um diePharmacie Englands.

Georg Christoph Wittstein, geh. den 25. Jan. 1810 in Han-növerisch-Münden, Dr. phil., erlernte die Pharmacie und studirtedann in München, von da an war er 14 Jahre hindurch Assistentim pharm. Institute und Vorsteher der chemischen Fabrik Buch-ners, darauf Lehrer der Chemie, Technologie und Naturgeschichtean der Kreis- und landwirtschaftlichen, sowie an der Gewerbe-schule zu Anspach (185152), von dieser Zeit an wieder Privat-gelehrter in München, chemische Practica in seinem Laboratorioabhaltend.

W. muss als einer der ausgezeichnetsten und fleissigsten Phar-macochemiker unserer Zeit angesehen werden, der fem von theo-retischen Speculationen nur der Praxis ihr Recht eingeräumtwissen will. Neben pharm.-chennschen Abhandlungen hat er auchwichtige Bemerkungen über analytische Chemie gemacht und vieleAnalysen ausgeführt. W. schrieb :

1) Anleitung zur Darstellung und Prüfung chemischer undpharm. Ppte.; dieses Buch erlebte 4 Auflagen;

2) vollständiges etymologisch-chem. Handwörterbuch u. s. w.nebst Ergänzungsheften;

3) die neue Nomenclatur u. s. w.;

4) Anleitung zur qualitativen ehem. Analyse u. s. w. 1851;

5) Grundriss der Chemie 1852;

6) Widerlegung der ehem. Typentheorie 1856;

7) Anleitung zur Analyse der Pflanzen und Pflanzentheile 1868;

8) redigirt derselbe die Vierteljahrsschrift für practischePharmacie seit 1852 bis 1873;

9) fertigte er General-Register zu verschiedenen ehem. undpharm. Journalen au.

Dr. Friedr. Wilms, Medicinalassessor, wurde am 7. Mai 1811in Schwerte a. d. Ruhr geboren und vom 7. Jahre an beim evan-gelischen Pfarrer (der auch Dr. med. war) Bährens erzogen.1826 trat der junge W. bei dem Apotheker Schnapp in Hamm indie Lehre, dort machte er die Bekanntschaft des Oberförsters vonPfühl, welcher, ein Freund der Pflanzenkunde, den jungen Lehr-ling für diese zu interessiren wusste.

Nach Beendigung der Lehre blieb der junge Wilms nochein Jahr als Gehülfe in demselben Geschäfte, von 1831 conditio-nirte er dann 6V2 Jahre bei Dr. Herold in Münster, in welcherZeit er sich nicht allein in seinem Lieblingsfache der Botanik, sondern auch in den andern pharmaceutischen Hülfswissen-schaften fortbildete. Darum konnte er auch, gut vorbereitet, imHerbste 1837 die Universität Berlin beziehen, wo er 3 Semesterstudirte und bei der Staatsprüfung das Prädicat sehr gut erhielt.

Bei den practischen Arbeiten, die beim Examen im Labora-torio der Hofapotheke ausgeführt werden mussten, hatte der Hof-apotheker Wittstock die Gediegenheit des jungen Mannes erkannt