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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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stand des Donaukreises des Süddeutschen Apothekervereins er-wählt. L. war der erste Apotheker, der 1838 in Tübingen dasDoctordiplom erhielt. Von 1834 bis 1862 war L. Lehrer der Che-mie an der Gewerbeschule zu Ulm, 1837 errichtete er die ersteCementfabrik in Deutschland, die er, nachdem er seinem Sohnedie Apotheke abgetreten, erweiterte und noch betreibt. L.gab als selbstständige Arbeit, eine geognostische Beschreibungder Umgegend von Ulm. Wieder ein Beispiel, wie ein Pharmaceutfür die Hebung der Industrie beitrug.

Franz Döbereiner, geb. \\m 1808, Sohn von Joh. Wolfg. D.,hatte die Pharmacie erlernt, studirte 182931 in Jena, conditio-nirte dann am Rhein, schrieb: systematische Zusammenstellungchem.-organ. Verbindungen; Grundriss der pharm. Chemie; Hand-buch der Pharmacie.

Wilibald Artus, geb. um 1808, Professor der Pharmacie inJena, woselbst er 183032 studirte, legte viele eigene Beobach-tungen in den von ihm redigirten Zeitschriften: der allgem.pharm. Zeitschrift und dem Jahrbuche der öconomischen Chemienieder; ausserdem erschien von ihm: Handbuch der Pharmacie1840; Auffindung der Mineralgifte 1843; Exaniinatorium überpharmac. Waarenkunde und Exaniinatorium über pharmac. Che-mie 1850.

Joh. Ed. Herberger, geb. 1809 in Speier, gest. 1855 inWürzburg; am letzteu Orte erlernte er die Pharmacie,studirte dann in München, wo er Andr. Buchners Assistent war,1832 übernahm er die Apotheke in Bergzabern, später eine Apo-theke in Kaiserslautern, an welchem letztern Orte er zugleichLehrer an der Gewerbeschule und 1843 Director derselben wurde,1848 folgte er einem Rufe als Professor der Technologie nachWürzburg, 1851 wurde er Director der Gewerbeschule daselbst.

Mit Winkler gründete H. das Jahrbuch der Pharmacie undwar Mitstifter des Süddeutscheu Apothekervereins. Sieht manBuchners Repertorium der Pharmacie von 1830 und die folgen-den Jahre, wie auch die ersten Bände des Jahrbuchs der Phar-macie durch, so muss man staunen, über die grosse Anzahl vonwissenschaftlichen Arbeiten, die aus H. Feder flössen, aber jeden-falls hat dies Ueberarbeiten auch seine^ Gesundheit unter-graben und mit Recht legten ihm seine Zeitgenossen denNamen: der Unermüdliche bei. H. schrieb: Tabellarische Ueber-sicht ehem. Gebilde organ. Ursprungs; die menschliche und thie-rische Milch; ausserdem analysirte er viele Pflanzen und führtenoch andere ehem. Arbeiten aus. Auch eine Zeitschrift für Land-wirtschaft und eine solche für technische Gewerbe redigirte Her-herger.

Gust. Willi. Scharlau, geb. 1809, gest. 1861, Dr. med., Arztin Stettin, früher Pharmaceut, schrieb über Chininbestimmung inder China, sowie auch ein Lehrbuch der Pharmacie und ihrerHülfswissenschaften.

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