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1 (1891)
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IL Allgemeine Morphologie.

Fig. 2), welche die verdickte Basis einer Achse ist, von Arum maeu-latum, von Crocus sativus. Als Übergänge von den normalen Wurzelnzu den Achsenkuollen sind die fleischig verdickten Rhizome (z. B. von Iris)

zu betrachten, welche ebensowie die Knollen als Reserve-stoffbehälter dienen. UnterRhizom versteht man eineunterirdische, Blattorganetragende Achse. Häufigwerden auch Achsen zuDornen z. B. bei Gleditsehiatriacantha L., ferner zuRanken, z. B. bei Passiflora.Es majr noch bemerkt sein,dafs es gelingt, auch solcheAchsen einer knollenbilden-den Pflanze, die in normalemniemals zu Knollen werden, zu veranlassen,So z. B

Fig. 2.Achsenknolle von Smilax China L. A relative Haupt-achse, y oberer, nioht verdickter Teü des sonst abgeschnit-tenen Zweite« der Achse A. r Wurzeln, k Knospen des ver-dickten, unteren Teiles der unterirdischen Achse A\(Abbildung aus Archiv d. Pharmacie, 1881.)

gelang es Vöchting

Verlauf der Entwicklungdal's sie sich zu Knollen umwandeln,durch Verdunkelung der oberirdischen Achsenteile der Kartoffel, dieAchsen junger Seitenknospen der oberirdischen Zweige, die also unternormalen Verhältnissen zu gewöhnlichen, mit Laubblättern besetzten,schlanken Zweigen geworden wären, zur Umwandlung in Knollen zu ver-anlassen.

c) Umgestaltete Laubblätter. Die verschiedenartigsten undwichtigsten Umgestaltungen erfahren die Laubblätter, das heilst also, wieschon angedeutet, meristematische Aulagen, welche ihrer Stellung, ihrerAnatomie, dem inneren und äufseren Bau ihrer ersten Entwicklungsstadiennach sich wie die Anlagen, welche wirklich zu normalen Laubblättern werden,verhalten, bleiben in sehr häufigen Fällen entweder auf einer niederenEntwicklungsstufe stehen oder entwickeln sich in einer von der normalenForm abweichenden Weise weiter. Die Blätter: Die wichtigsten Um-gestaltungen der Laubblätter sind diejenigen, welche wir zweckmäfsigwegen ihrer noch sehr nahen entwicklungsgeschichtlichen und anatomischenBeziehung zu den normalen Laubblättern als Blattorgane oder einfach alsBlätter mit den Laubblättern zu einer engeren Organgruppe zusammen-fassen. Es sind dies die Keimblätter, die Nieder- und Hochblätter, dieKelch- und Kronenblätter, die Staubblätter und die Fruchtblätter. DieKeimblätter, Niederblätter, Hochblätter, aber auch die Kelchblätter, Kronen-blätter und Fruchtblätter können einen sehr verschiedenen morphologischenund anatomischen Bau besitzen, welcher aber fast immer dem der jüngerenoder älteren Laubblätter nahe verwandt ist. Als die hauptsächlichstenMerkmale für diese Organe hat man ihre relative Stellung an der Pflanzeund ihre Funktion gewählt. Besser sind durch ihren Bau die Staubblättercharakterisiert, welche in ihrer fertigen Gestalt von den Laubblättern am