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B. Drogen aus der Abtheilung der Gefässpflanzen.
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[1. Oberirdische Pflanzen theile.a. Hölzer, Ligna.
Lignum Guajaci.Gnajakholz.
Das Guajakholz (Pockholz, Franzosenholz) ist durch dieSpanier, bald nachdem sie dasselbe zu Ende des 15. Jahrhunderts aufSt. Domingo kennen gelernt hatten, nach Europa gekommen undhier sofort allseitig zu hohem, aber unverdientem Ansehen gelangt.Die R. Ph. fordert das Holz von Guajacum officinale L., einem 12—13 mhohen, immergrünen Baume aus der Familie der Zygophyllaceae,welcher auf der Nordküste von Südamerika, auf den CaraibischenInseln (Trinidad, St. Vincent, St. Lucia, Martinique) und den grossenAntillen (Cuba, Jamaica und St. Domingo) reichlich vertreten ist.Bschr. Lrs. Pf. 444. Abb. Bg. u. S. XIV. b; Btl. a. Tr. 41; Ha.XII. 28; X. v. E. 380. PI. 331. In den Grosshandel kommt, das Holzin grossen bis 50 kg schweren Stamm- und geringeren, aber immerhinansehnlichen Aststücken. Jene sowohl wie diese sind in der Regel vonder Rinde befreit, ausgezeichnet durch hohes spec. Gewicht und auf-fallende Härte. Der Drogenhandel liefert das Holz zerschnitten odergeraspelt.
Aussehen: Etwas grössere, mit Splintholz versehene Stücke von8—12 cm Durchmesser zeigen eine glatte, schmutzig graugelbe Aussen-fläche mit dicht welliger Eiingsstreifung und vereinzelten vorspringendenAstnarben. Die parallellaufenden Längsstreifen bilden breitere oderschmälere Bündel. Diese letzteren stossen in scharfem Winkel aufeinander und durchsetzen und durchfiechten sich. Auf der Querflächesolcher Stücke erkennt man als gelblichgraue, äussere Zone das Splint-holz und von diesem eingeschlossen das grünlichbraune Kernholz. DieStücke lassen sich nie glatt spalten, weder in radialer, noch in tangen-tialer Richtung. Sie geben einen längssplitterigen Bruch von stalactiten-artigem Aussehen. Das Kernholz hat einen gewürzhaften und etwaskratzenden Geschmack und beim Zersägen oder Erwärmen einen nichtsehr stark gewürzhaften Geruch.