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Lehrbuch der Pharmacognosie des Pflanzen- und Thierreichs : im Anschluß an die 2.Ausg. der Pharmacopoea Germanica für Studirende der Pharmacie, Aphotheker und Medicinalbeamte
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Crocus. Safran.

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Alcaloid, Achill ein, ferner Achilleasäure, welche als identisch mitAconitsäure erkannt ist, und Gerbsäure, Harz und 13,4 pc. Asche.

Das ätherische Üel der Blätter ist dunkelblau, hat ein spec. Gew. von0,85—0,91 und in der Kälte fast Butterconsistenz. Die Blüthen geben viel mehr,aber doch nur 0,12 pc. Oel von blauer oder grüner Farbe, 0,92 spec. Gew. undsaurer Beaction.

Das Aehillei'n, C 20 H 38 N 2 O 15 (?), stellt eine zerfliessliche, braunrothe Massevon bitterem Geschmack und eigenthümlichem Geruch dar, welche sich leicht inWasser mit weingelber Farbe und alkalischer Keaction, schwieriger in Alcoholund Aether löst. Durch Kochen mit verdünnter Schwefelsäure spaltet es sich inZucker und Achilletin, C U H 17 N(> 2 , ein braunes, wenig in Alcohol, gar nicht inWasser lösliches Pulver.

Die Achilleasäure ist identisch mit der in den Blättern von AconitumNapellus L. an Calcium gebundenen Aconitsäure, C 6 H 3 () 6 . Sie ist dreibasisch,krystallisirt in farblosen Nadeln oder Warzen, schmilzt bei 186°, schmeckt undreagirt stark sauer, löst sich gut in Wasser, leicht in Alcohol und Aether. Aco-nitsaures Calcium, C 9 H 3 Ca s 0 8 , krystallisirt und geht bei der durch Case'in einge-leiteten Gährung in bernsteinsaures Calcium über.

Verwechselungen: Achillea noUlis L., die nahe bei Witzenhausen an derGöttinger Chaussee, auch in Thüringen bis zum Harz häufig vorkommt, unter-scheidet sich durch die wollig-weichhaarigen oder fast kahlen, doppelt-fieder-theiligen Blätter an der schmalen, von der Mitte bis zur Spitze gezähnten Spin-del. — Die als Iva kraut im Handel cursirenden Achillea moschata L., A. atrataL., A. nana L. sind kleine alpine und hochalpine Achilleaarten, welche sich auchdurch ihren eigenthümlichen, an Pfeffermünze erinnernden Geruch unterscheiden.

Verwendung: Das Schafgarbenkraut wird als bitter-gewürzhaftesDigestivum bisweilen im Aufguss gebraucht.

e. Blüthen, Flores und Blüthentheile.

J. Blüthentheile aus der Abtheilung der Monocotyledonen.

Crocus.

Safran.

Der Safran ist wegen seines durchdringenden Geruchs und eigen-thümlich gewürzhaften Geschmacks als Gewürz und wegen seines präch-tigen Farbstoffs als Färbemittel seit den ältesten Zeiten hochgeschätzt.Zu medicinischer Verwendung gelangte er erst in späterer Zeit undwird jetzt nur selten noch gebraucht. Die Stammpflanze, Crocus sativus

1'., aus der Familie der Irideen, Bschr. Lrs. Pf.

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Abb. Bsr.