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B. Drogen aus der Abtheilung der Gefässpfianzen.
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Scillin von Merck ist krystallinisch, hellgelb, schwer löslich in Wasser,leichter in Alcohol und kochendem Aether. Durch concentrirte Schwefelsäure wirdes rothbraun, durch Salpetersäure gelb, beim Erwärmen dunkelgrün.
Scillai'n ist ein leichtes gelbliches Pulver, das durch concentrirte Salzsäureroth gefärbt wird, stickstofffrei ist und bei Behandlung mit verdünnten SäurenZucker und ein Harz liefert. Es wirkt nach Art der Fol. Digitalis auf das Herzund ist vielleicht identisch mit Scillitoxin, aber reiner.
Verwendung: Die Meerzwiebel und ihre Präparate werden vor-zugsweise als harntreibende Mittel gebraucht.
Präparate: Acetum »Scillae, Extractum Scillae, TincturaScillae werden als Diuretica, Oxymel Scillae als Emeticum ge-braucht.
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Cormus, s. Tuber, s. Bulbus Colchici.
Herbstzeitlosenknolle n.
Die Herbstzeitlose, Colchicum autumnale L. — Bschr. u. Abb.Lrs. Pf. 300; Abb. Bg. u. S. XII a; Btl. a. Tr. 288; Ha. V. 45;N. v. E. 49; PL 279 — ist eine auf feuchten Wiesen des mittlerenund südlichen Europa und in Kleinasien einheimische Liliacee ausder Unterfamilie der Colchicaceen. Wegen ihrer giftigen Eigenschaftenwar sie schon zu Dioscorides' Zeiten gefürchtet. Ofncinell sind beiuns nur die Samen und die daraus dargestellten Präparate, anderwärtswird aber auch noch der Knollen gebraucht, welcher keinen Bulbus,sondern das verdickte, unterste Stengelglied darstellt.
Zur Blüthezeit, welche bei uns in den Spätsommer fällt, ist dertief in der Erde aufrechtstehende Knollen 3—4 cm lang und 2—3 cmdick, schief eiförmig, auf der einen Seite stark convex gewölbt, auf derentgegengesetzten lach oder wenig convex und hier in der Mitte miteiner flachen Längsfurche versehen. In diese Rinne legt sich der Blüthen-stengel, welcher nur vermittelst einer kleinen, runden Stelle mit derBasis des Knollens verbunden ist. Knollen und blühenden Stengel um-gibt eine dunkelbraune, oben röhrig verlängerte und zerschlitzte, ausmehreren trocknen Scheidenblättern gebildete Hülle. Vom rundlichstumpfen Grunde ziehen zahlreiche, einfache, dicht stehende, weisseWurzeln senkrecht nach abwärts. Die Basis des blühenden Stengelsverdickt sich erst im nächsten Erühjahr zu einem neuen Knollen unddieser entwickelt nun auf Kosten des allmählich absterbenden vorjähri-gen Knollens zunächst Blätter und Früchte und später in der seitlichenBinne den herbstlich blühenden Stengel.