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Briefe an Lina
Entstehung
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241
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Zwey und zwanzigster 2)rref. 24r,

der Höft, alle lärmende Feste, und kunstvolleVerzierungen nicht erfüllen, nicht vergnügenkonnten, ruht sanft, und fühlt sich in einer schö.ncn von der Natur bereiteten Einfamkeit glück.Üch. Da kan auch der Menfch sich selbst beobach.ten, und den Werth der Zeit und feines Daseynsschätzen lernen. Er benützt die Tage, welcheman in Städten oft närrisch verschwendet. Erfühlt die geheime Unruhe nicht mehr, welche denEhrgeitzigen zernagt. Er ist von den Fesseln undVerdrüßlichkeiten befreyt, welche in grossen Ge.sellfchaften sind. Er empfindet die gleiche undtiefe Ruhe, welche ein Kind des Gefühls derFreyheit ist, und durch welche er den Rcichthnmin der Genügsamkeit, die Weisheit in der Mäßi-gung, und den Werth der Zeit in ihrer gutenVerwendung findet, und dort genießt er Freudenohne Reue. -- Ich achte den Menschen für un.glücklich, wenn er durch die berauschende Ergötz-lichkeilen der Stadt verdorben, bas Landlebenzu still und todt findet. Gewiß ist der Keim desGuten in ihm erstickt. Die Natur hat für einegesunde Seele viele Beredsamkeit, und ist für dasempfindungsvolle Herz belebt. Sic unterhältden Frieden der Seele, und stellt ihn wieder her,wenn er zerstört wurde. Sic entfernt die kleineQ 4 und