Vierzehnter Brief. 107
bis zur St Pcterskirche in Rom — die Dorfka,pellen, die Klöster und Stadtkirchcn durchschauest, -und darinn die so vielfältige Formen und Abän-derungen sichst, welche in dem Geist der Menschenüber das Schöne, Schickliche und Nützliche derGebäude entstunden; -- die viele Runst, Mühe,Nachsiimen, und Anstrengung aller Leibes» undVerstanSskräfce in so vielen Handarbeilem undKünstlern, die zu Aufführung der so verschiedenenGebäude nöthig sind.
Sieh, meine Liebe! dieses ist der Weg, denich mit meinen Betrachtungen nahm. Ich fändedarinn viel wahren Genuß der schönen Kcnntniß.Prüfe nun deine Gefühle bey einem nochmaligenDurchlesen deiner Gedanken. Findest du auchVergnüge» dabey; ist dir dann durch jeden Mau-rer und jeden Baustein ein Theil dieser Betrach-tung über Mensch nfleiß zurückgerufen worden, sogieb auch auf die verschiedene Gefühle acht, welchebey dem Anblick zertrümmerter Felsenschlöffer deralten Zeit, und bey neuen zierlichen Landhäusern,bey Gefängnissen und Theater, bey Tanzsäälenund Hospitälern in dir entstehen werden, so auchbey Schulgebäuden, Rathhäusern u. a.
Dein Bruder, chcjn Kind! hat die Gelegcn-- heit/