Von sündlichen Gaben zur Ehre GOttes. z8-
dachtigen durch ihre Gaben, die doch zugleich Klei-node ihres Landes bleiben und dieselben vergrös-sern. Andre würden nichts zur Ehre GOttesstiften, wenn sie nicht wüsten, daß sie davon wi-der ihre Vortheile zögen. Sie sind wie der KönigSaul gesinnet, der das verbannete Vieh zu Opfermachte, weil er wüste, daß er sein Theil zum Ge-nuß von dem geschlachteten wiederum zurück be-kam. So sind diejenigen auch gesinnet, denen eönicht um die Ehre des HErrn, sondern mm ihrenVortheil zu thun ist. Sie geben, damit sie wie-der nehmen können. Sie bringen ein Theil deszeitlichen Vermögens zum Hause GOttes, wennsie sehen, daß sie dadurch etwas erlangen können,welches sie sonst schwerlich erhielten. Man findetsolche, die eine fast verlohrne Schuldforderung halbder Kirche vermachen, damit dadurch die Obrig-keit gezwungen werde, dieselbe einzutreiben; Undso erlangen sie doch die Helfte, davon sie vorherwohl nichts zu erwarte«: hatten. Diese thun Un-recht, wenn sie das Ansehen haben wollen, alswenn sie solches zur Ehre GOttes dahin gegeben,da doch klar ist, daß sie es deswegen gethan, da-mit sie einen triftigen Bewegungsgrund hatten,dadurch sie noch etwas erpressen könten. Eber: sothöricht kommen mir diejenigen vor, die etwaszum Hause des HErrn vermachen, dabey sie alleHofnung es zu erlangen, verschwunden sehen, dawollen sie freygebig ohne Verlust seyn, welches sienicht seyn würden, wenn sie Hofnung zu bestenBesitz gehabt. Sie thun eine Anweisung zu einerQuelle, daraus die Ehre GOttes erwachsen sol,Bb z die