2y8 Das zwölfte Capitel
nen nützlich seyn, und doch der Welt zum Aergermßwerden. Alsdeim kan ein grösserer Schade an de-ren Seite daraus erwachsen, welcher den Vortheilder Gottesfurcht bey Gewinnung der Seelen über-wiegen mdgte. Die geistliche Klugheit ist hiebeyndthig , wenn man nicht durch eine unvorsichtigeHeiligkeit sich versündigen wil. Die apostolischeErmahnung: Schicket euch in die Zeit, ist hiebeywol zu bedenken, damit man mit seinem Gottes-dienst nicht andern schädlich sey, und ohne NochUnruhe errege. Der Schluß ist: Wer sich erbauenwil, kan dazu bey dem öffentlichen Gottes-dienst Gelegenheit genug haben. Wer seinemHause wol vorstehen wil, kan als ein rechtschaffnerHausvater mit den Seimgen dazu tägliche Gele-genheit nehmen. Eilt jeder Christ ist schuldig aufalle Weise, wie er kan,'seinen Wachschum im Gu-ten zu suchen: Er muß aber dabey wol Zusehen,daß alles in der Lauterkeit des Evangelii und Ein-falt in Christo geschehe, damit er nicht durch denSatan, der sich in einen Engel des Lichts ver-stellet, vom rechten Ziele verrücket werde. 2)
s) Es sind hiebey nachzulefen deS sel.V.)ulli ckrillopbSckomeri Buch lle OolleAistilmo ortkiocloxo Hcketerocioxo, welches zu Lüneburg 1692 in 4. ellirt.Und diejenigen Schriftsteller, welche noch im vorigenund diesem Jahrhundert, bey Gelegenheit der soqenan-ten ^ietillischen Streitigkeiten', von beyden Seitenherauskommen. Ein vernünftiger Leser der sich we-der durch den ehrwürdigen Namen der Orthodoxen,noch durch den Namen der Pietisten blenden läffer,
muß