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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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Das neunte Capitel

Singen der Christen eine Gelegenheit zur Bekeh-rung der Ungläubigen gewesen, a) welche durcheinige Krafts-volle Verse, als durch Spiese undNagel gerühret worden. Eine wohl geziemendeSache dadurch die Andacht erhalten, und dasHerz gleichsam zu GOtt erhoben wird, ist einschönes Mittel zum Dienste des HErrn. Und dasLiedersingen ist an sich selbst eine Art des Gottes-dienstes , welche weder mit der Hoheit GOttes,noch mit den Regeln der Wohlanständigkeit strei-tet. Die also die Gesänge, welche zur Ehre desHErrn bey dem öffentlichen und bey dem beson-der» Gottesdienst angestimmet werden, als einenthörichten b) und eitlen Tand an sich selbst ver-

werffen,

») Der sel. Herr Schud hat in seinen Jüdischen Merk«Würdigkeiten im VI Buche c.29. p.ir;. 126. da-von einige Exempel aus Olearii Liederschah und Gö-Hens Liederpredigren angeführet, wie einige Ju-den durch das Anhören der Christlichen Gesänge seynzu Christo gezogen worden. Ein Jude ist durch denGesang: Aus riefer Noch sichre? ich zu dir,und eine Jüdin durch den Morgengesang: GE>rcdes Himmels und der Erden , sonderlich durchden dritten Vers: Laß die Nacht auch meinerSünden, zum Christlichen Glauben bewogen worden,b) Ulricus Zwinglius sol ein Liederfeind gewesen seyn, unddas Singen als eine dem HErrn misfällige Thak ver-worffen haben. Daher hat er solches in der Kirchegerne abschaffen wollen, deswegen er auch eine Bitt-schrift dem Rath zu Basel mit lauter Stimme abge-sungen , dadurch die Ungereimtheit zu zeigen, wennman ein Gehet vor GVtk absünge, wie AI.). Llau-