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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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Vom unheiligen Singen und Kirchenmusic. 217

gen Trieb entflammten Männer GOktes sinddavon unverwerfiiche Zeugnisse. Auch im NeuenTestament haben die Apostel den Gläubigen denBefehl gegeben: Singet und spielet dem HErrnin euren Herzen. Col.IH.i 6 . Eph.IV.ig. Die Kir-chengeschichte bezeuget, daß vom Anfang des Chri-stenthums das Singen ein Stück des Gottesdien-stes bey den ersten Christen gewesen, a) Man hatdieselbige als ein sonderbares Mittel zur Fortpflan-zung der Religion gebrauchet; b) weil sie leichterim Gedächtniß gefastet, und mit mehrerer Anrei-tzung erlernet werden. Es ist das Singen in derThat auch ein herrliches Mittel zur Ermunterungdes Geistes und zur Beförderung der Andacht.Was vor Gewalt hat eine lieblich gesetzte Gesangs-weise nicht über die menschlichen Gemüther. Dienach den Leidenschaften eingerichtete Thöne könnendas Herz in freudige oder traurige Bewegung brin-gen , nachdem sie eingerichtet sind. Und in waSvor andächtige Gemüthsregung muß man nicht ge-rächen, wenn man ein Lied, darin Geist und Kraftist, nach einer wohlklingenden Melodey mit andernabsinget, oder singen höret. Das Herz muß da-durch in eine Geistes-volle Ermunterung kommen.Ja, man hat so gar Exempel, daß das andächtige

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2) Pliniuö, der heydnische kroconlul in Bykhinien hatso gar ein Zeugniß aufbehalten in cpilt. XLVII.I-ib.X. daß die Christen gewohnt gewesen, ein LiedChristo zu Ehren zu singen.

b) Siehe davon des sel. Abts Schnüds clillertat. bist,tbeol. äe mocio propa^ancii reli§ionem per c»r-mina, Illclmlk. 1710«