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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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§ 8 ^

Stadt nach allen Regeln der Knnst errichteten nnd von doppelten Gräben nmgebcnen Vcr-schanznngcn deren Eroberung viel Blut gekostet hätte da von ihnen ans die Gegend weit nndbreit beherrscht wird". In den halbamtlichenNachrichten ans dem Hanpt-Qnartier" re.vom 31. Deccmber wird dagegen von denselben sehr geringschätzig gesprochen:Einezwecklos abgchancne Allee der schönsten Pappeln, zwischen Raab und Hochstraß in einerholzarmen unschönen Gegend, welche den bei Stacht oder im Schneegestöber Reisenden,wenn jede Spur der Straße unsichtbar, zur Richtschnur diente; »»zweckmäßig angelegteFeldvcrschanznngcn von der größten Ausdehnung die zu besetzen doppelt so viel Truppennnd Geschütz erfordert hätte; eine Vorgefundene neun Fuß tiefe mit drei Ccntncr Pulvergefüllte Flattermine in einer durchaus offenen Gegend die von selbst zur Umgehung hin-weist", alles das zeigedaß die Leiter der Operationen des RebellenhcereS den craffestenUnverstand beurkunden". Mit diesem Urtheilc stimmt auch was Görgei I. S. 120sagt: die Verschanznngcn seienfür eine Armee von mindestens 80.000 Mann angelegtnnd die gegenseitige Bestreichung der einzelnen Objecte auf einen Ertrag berechnet" ge-wesenwelcher des stärksten Fcld-Calibers spottete".

304) S. 327. Das erzählt Görgci selbst, I. S. 130, was nicht recht mit demBorrathguten Mnthes" stimmen will den sich seine Husarenvon der siegreich be-haupteten Wahlstatt" von Wieselbnrg mitgenommen haben sollen, I. S. 12K. S. auchdessen Schreiben ans Obcr-Gälla 29. Deccmber an Perczel (Magpar. Revolution S.262):Der Feind ist uns nachgcrückt bis Bäbolna, dort haben die Husaren schmählichdie Flucht ergriffen nnd ein Bataillon Infanterie (200 Mann) hat sich von 15 deut-schen Kürassieren schmählich nehmen lassen". Daß letzteres der Thatsachc nicht entspricht,nnd daß noch weniger von einemBerrath" gesprochen werden kann, wie mau in an-dern ungarischen Quellen lesen kann, ergibt sich ans unserer Darstellung. S. auchHackländcr Nicht-illnstrirte Soldatcn-Geschichten S. 115117:Ans den Briefeneines deutschen Officiers in der Armee des Banns von Kroatien". Der Verfasser, derübrigens in seiner Schilderung den Nachtmarsch vom 26. znm 27., die Metzelei beiBäbolna nnd die Schlacht bei Moor dnrcheinanderwirst, war früher Officicr bei dem-selben Hnsaren-Regimente gewesen das jetzt sein Heil in der Flucht suchte:Einzelneder Husaren salntirten mich im Vorbeisprengen mit dem Säbel"; nnd erzählt S. 116 f.eine Scene mit einem solchen den er znm Unter-Officicr hcrangebildet, nnd zwei Küras-sieren . . . Unter den Gefangenen war, mit einer bedeutenden Kopfwunde, HanptmannDajewski der das Bataillon gleich am ersten Tage des Feldzugs bei Nendorf geführthatte. Mehrere Officicre, mit denen Dajewski ans der Nenstädter Akademie hervorge-gangcn war, erkannten ihn wieder.Achtung für den Verwundeten!" sagten die Einenund gaben ihm Geld.Kein Mitleid mit dem Vcrräther!" riefen Andere nnd be-schimpften den Eidbrüchigen. Schon waren Säbel über seinem Haupte gezückt alsOberst Schobeln dazu kam und die Streitenden begütigte. Pimodan S. 117.

302) S. 328. Als später die Thäter ausfindig gemacht wurden ermäßigte Meldendie Summe ans die Hälfte, die im März 1849 der Feldmarschall dem Banns zur Vcr-thcilnng an die Hinterbliebenen anshändigeu ließ. Auch von andern Seiten stoßen den-selben, vorzüglich ans Anregung Welden's, verschiedene Gaben zu s. Wr. Ztg. vom 2.Januar 1849 S. 6. Unter den Honvedö die an jenem Ungtückstage den Kroatenznm Schutze beigegcbcn waren, befanden sich zwei Inden die sich tapfer der anstürmen-dcn Mördcrrotte entgcgengestellt hatten nnd niedergchant worden waren; einer war todtgeblieben, den andern, Leopold Kohn ans Stcinamanger, hatte der Kerkermeister schwerverwundet am Platze gefunden nnd in ärztliche Pflege gegeben. Beim Wicdereinrückcn