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280) S. 304. Vieles bringt Klapka im „Nationalkrieg" dessen Schätzung
wir noch am meisten trauen. Einiges haben wir aus zerstreuten Angaben combi-
nirt z. B. die Stärke Mariäffy's worüber vgl. Bd. I. S. 339 mit Bd. III. S.
470, während uns über die Besatznng der Festungen Mnnkäcs und Ofen so wie überdie Garnison der Landeshauptstadt nm die Mitte Deccmber 1848 alle Quellen imDnnkel ließen.
2 «l) S. 304. lieber den Opcrationsplan Windischgrätz' s. Nobili Winter-
Feldzug S. 21—28; hiezu die treffenden Bemerkungen bei Klapka Nationalkricg I.S. 97—99, warum für die Operationen sowohl von österreichischer wie von ungari-scher Seite das rechte Donan-Nfer gewählt werden mußte während in früheren Jahr-hunderten die Nebellanten, so lang noch ein unabhängiges Polen an Ungarn gränzte,sich ans dem linken scstsctzten und hielten.
262) S. 30S. Schwa, an Wi. 5. Decembcr: „Du wirst von Sr. Majestät anf-gefordert werden Dich über Nngcnt's Thätigkcit so wie über die Wahl seines Nachfol-gers ansznsprechen. Wir hören viele Klagen über ihn vom Civil und Militär, undvon Leuten die cs gut meinen. Es scheint daß der immer confnse Mann durch dasbohe Alter noch mehr verwirrt geworden ist, »nd daß es an der Zeit wäre ihn mitmöglichster Schonung und allen Ehren in Ruhestand zu versetzen". Eben so am 16.:„Gynlai schreibt privatim (ans Triest) daß Graf Nngent in dem was für dieStadt und das Küstenland geschehen soll als positiver Hemmschnh betrachtet werdenmüßc, er klagt auch über Spannoechi. Da dies Hcrzcnscrgicfinngcn sind, so bringeich sie auch ganz crtraofficicll zu Deiner Kenntnis" . . . Wi. schrieb am 17. zurück:„Die Schwierigkeiten in Triest beruhen hauptsächlich auf dein Mangel an Truppen,n»d Graf Nngent ist unter den gegenwärtigen Umständen nicht in der Lage solchedahin abzntreten"; sobald cs thnnlich werde er, der FM., in dieser Hinsicht das nö-thigc Vorkehren. Am lg. wieder Schwa, an Wi., Gynlai klage neuerdings über Nu-gcnt und Spannoechi ,e.
263) S. 306. Hammerstein eigenhändig an Windischgrätz am 18. Dccembcr1848.
284) S. 309. Das ÜI8. Heller nennt Schlik den „Jsolani unserer Zeit";„er liebt Weiber Spiel und Tafclfrcnden, achtet nie ans den Instand seiner Finanzen,ist stets freigebig zugänglich und kameradschaftlich, und besitzt eine eiserne Natur. Erstudirt nie, liest überhaupt wenig, kümmert sieb nicht um gelehrten Krimskrams, kanndie ganze Nacht mit Karten und Würfeln, beim Becher und der Cigarre znbringcn,stürzt am Morgen ein Glas Schnaps binnnter nnd besteigt sein Pferd nm den Feindzu attaquiren wo er ibn findet. Dabei bedarf cs bei ihm weder Nachdenken »och vielerVorbereitungen. Der Moment, das Terrain, die Stellung des Gegners entscheiden.Nie zahlt er seine Feinde", lieber Schlik als Unter-Feldherr heißt es bei Heller:„Unvergleichlich an der Spitze von ein paar Schwadronen, verwegen kühn nnd todes-vcrachtcnd wenn er die brennende Cigarre im Mnnd im heftigsten Kartätschen-Fener ander Spitze seiner Reiter den Moment erspähte nm dem Gegner eins zu versetzen, warer nicht mehr derselbe als Commaudant eines großen Armee-Corps, unter der beengen-den Leitung des Gcneralstabs nnd als Untergeordneter eines Andern . . . Ohne Grollnnd Falsch, ohne allen Hang zur Jntrignc, viel zu barsch nnd offen in Darlegung sei-ner Meinung, war er dennoch dem Feldinarschall Windischgrätz nicht vollkommen znge-than, bieß wenig gut was von Ofen kam »nd wollte immer ohne Rücksicht ans dasgroße Ganze nur nach eigenem Ern,essen handeln. Ein ächt ritterlicher Charakter, einvollendeter Soldat, fügte er sich am Ende wenn es nicht anders ging, aber stets nur