Druckschrift 
4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
Entstehung
Seite
122
Einzelbild herunterladen
 

122

wurden jede Fähigkeit ab. Schon zn jener Zeit. Dcceinber 1848, bildete er eine eigeneCainarilla für sich die alles was nicht Soldat war über die Achsel ansah"; KäszonyiVier Zeitalter II. S. 164.

254) S. 299. Auch in> L. V. A. tröstete man sich mit der Hoffnung, vor demFrühjahr werde es zu keinem entscheidenden Schlage kommen.Ich bitte das Hans",sagte Kossnth am 9. November,jetzt nur ruhig Sitzungen zn halten und über dasWohl des Vaterlandes zu verhandeln, nnd ich bin überzeugt es wird alles gut ende».Das Armec-Ober-Commando wird für alles sorgen und alles nöthige veranstalten" . . .Und an Görgei schrieb er noch in den ersten Decembcrtagen:Ich kann es nicht glau-ben daß Windischgrätz vor dem Frühjahr cintrcffcn wird; bis dahin aber will ich dieobere Armee ans 60000 Mann nnd 200 Geschütze vermehren". Auch die Presse suchtedas Publicum in Hoffnungen zu wiegen. In einem am 24. November erschienenenFlugblatt:Worte der Ermunterung an die Furchtsamen" (Archiv III. Nr. 1080 S.347350) hieß cs n. a.:Unsere Officiere sind erprobte Patrioten, nnd wenn sieauch keine vieljährig geschulten Stratcgikcr sind, so werden sie immerhin den österrei-chischen kühn die Spitze bieten können, da bekanntlich Oesterreich alle Schlappen,die cs von jeher erhielt, immer der Talcntlosigkeit seiner Generale zuzuschrcibenhatte".

255) S. 299. Auch die Nothwendigkeit einer Diktatur will Görgei schondamals betont haben; während er jedoch das cinemal (I. S. 98) Kossnth als deneinzig möglichen Mann bezeichnet, erklärt er ihn ein andermal (S. 116) für absolutunfähig dazu.

256) S. 300. Am 5. Deecmbcr (III. Nr. 1238 S. 486) forderte der Rcgic-rnngs-Commissar alledie eine gute Jagdflinte besitzen" ans, dieselbe mitznbringen,denn ein Gewehr kann in keinem Falle übcrflüßig sein", die übrige Bewaffnungnnd Ausrüstung sowie eine Löhnung von 12 kr. für den Tag würden sie vom Staateerhalten. Vgl. Käszonyi II. S. 163, der Commandant dieserUjhäzy-Jäger" ge-wesen sein will.

257) S. 300. Görgci verhob den Presbnrgern solch vorlaute Zweifel:Ob dieArbeiten an den Verschanznngcn eingestellt oder ansgcsetzt werden, nützlich oder übcr-flüßig seien, darüber geben wir gern Rechenschaft, aber keineswegs in einem Organeder Oeffentlichkeit welches unsere Feinde zn ihren Combinationen benützen könnten" . . .A. v. P. Thronfolge und pragmatische Sanetion S. 124 f. Anm.

258) S. 302.Nur allein Verpflcgsrücksichten hinderten uns die Offensive früherals am 14. Dcecmber zn ergreifen"; N8. Heller. . . Im allgemeinen konnte mitRücksicht ans die damaligen Zeitvcrhältnissc nur gesagt werden daß in den sechs Wo-chen seit der Einnahme Wiens das möglichste geleistet worden war.Was die Armeebetrifft so ist in einem Monate außerordentlich viel geschehen, es ist eine Armee, vonder früher nur die Truppen da waren, vollkommen nnd in jeder Beziehung hinlänglichnnd richtig mit allem versehen worden, nnd das nachdem seit Monaten alles was gutverwend- nnd brauchbar war nach Italien gesandt worden"; Tagebuch ans dem II.A. C. Mitte Dccembcr 1848.

259) S. 302. Als Brigaden der Görgei'schen Armee zählt Klapka National-kricg I. S. 87 folgende ans: Ordüdy bei Nadas Jablonic und Sandorf; KoSztolänyiin den Presbnrger Verschanzungen bis gegen Stampfen Theben nnd Nendorf; Aulichin Presbnrg; Bärczay im Presbnrger Brückenkopf nnd in der Engeran; Corncl Gör-gei in Kittsee; Szcgedy in Gattendorf; Graf Leopold Zichy in Parndorf; Karger inNensiedel; Sreter (Schröter) in Ocdenbnrg.