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Kossuth anging und der Präsident ließ dasselbe im Amtsblatt (Közlönv) mit gesperrterSchrift drucken".
ISS) S. 247. Die pollständige Rede in Janotyckh's Archiv III. S.273—283.
196) S. 247. Verhimmclcr Kossttth's lieben es aus seiner Mntter eine bnonapar-tische Lätitia zu machen; auch „mntor c-wtroriim" nannte man sic. „Ihr Lajos besitzeden Kopf von Christus, das Genie Napoleon's, die Zunge O'Connell's und das HerzBörne's", habe sie von ihm gesagt. „Wir wollen der verzeihlichen Eitelkeit einer Mutternicht widersprechen", meinen die „Aufzeichnungen eines Honvcd" II. S. 51 ganz imErnst, während wir »ns die Frage erlauben möchten wie doch eine unter den einfachstenVerhältnissen ausgewachsene slovakische Fran, der alle Berichterstatter nur „wenig Bil-dung" zngestehen, dazu gekommen sein soll von einem O'Connell, und nun gar vonBörne's edlem Weltschmerz etwas zu wissen?! .. Eher möchten wir die dnstern Atmun-gen von Kofsnth's Mntter mit den Prophezeiungen zeueö Zigeunerweibcs in Verbindungbringen das Kossuth im Sommer 1848 ein schmähliches Ende, den Tod durch Mench-lcrhand, vorausgesagt und der ungarischen Tricolorc jene unheimliche Deutung gegebenhaben soll: roth das Blut das fließen, grün das Gras das ans den Leibern der un-zähligen Erschlagenen wachsen, weiß das Leichentuch das sich über Ungarns Gefildebreiten werde! Nyäry, wird weiter erzählt, habe sic fcstnehmen und hinrichtcn lassenwollen, allein Kossntb, die günstigere Deutung der weißen Farbe — „am Ende werdesich Friede beglückend ans Pannoniens Gefilde senken" — ans sich beziehend, habe ihrLeben und Freiheit geschenkt. . . Bon Kofsnth's dritter Schwester, verheirateten Rntkay,wird berichtet, sie sei ein Rechen-Talent gewesen und habe ihm in Finanz-Geschäftengeholfen; sie habe das Eintauschen kaiserlicher Banknoten gegen Gold und Silberbetrieben, nachdem man im ganzen Lande die österreichischen Papiere gegen ungarischeeingewechselt. Koffnth's vierte Schwester und zugleich Schwägerin, sie hatte einen Brn-dcr seiner Fran zm» Gatten, wird als unterrichtet und klug geschildert; Patriotin vonreinstem Wasser, doch maßvoll und bescheiden, habe sie leider mit all diesen Eigen-schaften, und ihres Bruders Vorliebe dazu, den gefährlichen Einfluß Fran Theresensnicht brechen können.
197) <L. 248. Vgl. was Lcvitschnigg a. a. O. S. 46 erzählt: Ein Stock-
Ungar habe ihm eines Tages gesagt: „Hören Sic, manche Rede meines LieblingsKossuth will mir bei Licht betrachtet eben nicht munden". „Sic müssen sie eben nichtbei Licht betrachten", erwiderte der Gefragte.
198) S. 248. Abgedruckt in F. R. Politische Charaktere S. 60—64, ReisingerPolitische Bilder S. 147—153 n. a.
199) S. 250. Darnm verwahren sich alle die Kossuth reden gehört »nd gesehenhaben, ihn nach dem zu benrthcilcn was man nur lesen, und noch dazu in eine andereSprache übertragen lesen könne. Eine Koffuth'sche Rede, bemerkt Lcvitschnigg I-S. 18 f., „nimmt sich in deutscher Uebcrsetznng ungefähr so ans wie im Herbst einewelke Gegend die man schon einmal durchzog da noch Frühling warsi . . Man mußteihn sprechen hören. Das gesprochene Wort im Vergleich zu dem gedruckten Worte istwie eine leibhafte Schönheit in die man in ihrer Jugend verliebt war und der manspäter als gesetzter Mann begegnete". — Ans das „^oüsrvnw movvlw" das in Kos-snth's Reden so häufig wicdcrkehrte, machte mau damals den acht ungarischen Witz:wenn die Straßen nach der Hölle so schlecht seien wie die ungarischen Landstraßen, würdeKossuth vergebens ans Sncenrs ans der Unterwelt warten.