allein die Ränke nnd Verdächtigungen Landerer's hätten die Sache hintertriebcn ic.Nach all diesen Berichten aber ist Kossnth's damalige Anwesenheit in Wien außerZweifels und zerfällt damit die von einigen Schriftstellern z. B. Levitschnigg I. S.11, I'rocllarü.-, lievclations S. 24 st anfgetischte Fabel, Kossnth's Haß gegen Oester-reich sei von allem Anfang so groß gewesen daß er sich bis zu den Tagen seines Tri-umphes im März 1848 habe rühmen können dessen Hauptstadt mit Augen nie gesehenzu haben; denn das einzigem«!, wo er vordem den Wiener Boden betreten, als cs sichihm nämlich um die Erwerbung einer lithographischen Presse gehandelt, habe er dieSache so einznrichten gewußt, daß er bei Nacht und Nebel angekommen nnd vorgrauendem Morgen wieder abgefahren sei: „'I'üis kam Ik. mcntioiiecl Iiimselk, anll üis rvell lenvrvn Uml I>e onlx snrv tlw Capital ok Austria on Um ela;- ok llis orvnAranlleur".
184) S. 231. Als Kosiuth für diesen Zweck einmal jene Gegenden bereiste, er-zählt I, Pfnndheller in Frankl'ö Sonntagsblättern 1840 Nr, 40 v, 4. Oktober,wurde er in einer Compagniestation des St, Gcorger Gr, I, R-, da er abends fürdie am nächsten Morgen bestellten Pferde doppeltes Fahrgeld bot, als verdächtig ange-halten nnd, da niemand den ungarisch ausgestellten Reisepaß lesen konnte, znm Stabenach Belovar gebracht wo man ihn allerdings mit Entschuldigungen gleich in Freiheitsetzte, „Vielleicht ein neues Samenkorn seines Kroatcn-Hasses", bemerkt Levitschniggk, S. 43. Neber Kossnth's mislnngcne Projekte st „Kossnth. Seine Laufbahn nndseine Verbrechen" sLeipzig Gerhard 1824) S, 7 ss. Der im Terte genannte Szabösoll später nach Europa znrnckgekchrt, nach Paris gekommen sein und dort ein Journal:„Im IloiiArois" heransgegeben haben,
185) S, 232, Kasimir Batthyänyi „erklärte, er werde die Wahl Kossnth's durch-führen, selbst wenn ihn dies sein Vermögen koste; gegen dieses Argument von einemCavalier mit jährlich 600.000 fl, Einkünften war es schwer eben so gewichtige Gegen-gründe zu finden"; Käszonyi I, S, 258, Horvath Fünfundzwanzig Jahre II, S. 437nennt Ludwig Batthyänyi, Joseph Eötvös nnd Ladislaus Telcki als jene denen es vorallem um den Sturz des neuen Hoskanzlers Georg Apponyi zu thnn gewesen sei,Horvath, der überhaupt in allem was Kossnth betrifft Schönfärberei treibt, weiß nichtsvon Batthyanyi'schem Gold, was aber von zu vielen andern Seiten bestätigt wird »inbezweifeltzn werden. So erwähnt Szemcre S, 28 „die großen materiellen Opfer derbeiden Grafen Batthyänyi", Andere sprechen von „immensen Summen" welche dieWahl gekostet habe,
186) S. 233, „Anch diesmal that er nicht was er versprach, wie er es nie znthnn Pflegte, Ich kenne kaum einen Menschen der seine Principien nnd Worte so oftLügen strafte als er, das geht bei ihm bis zur Unverschämtheit"; Szemere S. 29,
187) S. 234, „Kossnth verfolgte das gute Glück sein ganzes Leben lang. Er ver-spielte so oft seine nnd der Opposition Sache, nnd stets kam ein Ereignis dazwischendas ihm ans seiner Unvernunft nnd politischen Klemme verhals", heißt es bei SzemereS. 37 st, indem er beifügt, er habe sich trotz der Fehler nnd Misgriffe die er inKossnth's Gebühren erkannte, beinahe zu dem Glaube» verleiten lassen, „unser Frei-heitskrieg werde gelingen, nicht durch seinen Verstand, sondern durch sein Glück",
187h) Horvath II, S, 565.
188) S. 236. lieber Kossnth's Thärigkcit als Finanz-Minister s. HornI, S. 211—220, 261 f.