1818 vielseitig an ihn das Ansinnen herankan, er inöge den Oberbefehl i» Italienübernehmen, d'Aspre, Schwarzenberg n, a, in diesem Sinne nach Wien schrieben, diesnnr nnicr der Bedingung thnn zn können erklärte daß Radecky mit dem Armee-Ober-Coinmando belrant würde, folglich mit derselben Stellung und Wirksamkeit die der Fürstnach den seit der Bezwingung Wiens geänderten Verhältnissen für sich in Anspruch nahm,
161) S. 199, Schon am 2 . November war für alle diese Angelegenheiten eineCommission eingesetzt worden: Vorsitzender Oberst von Trattnern, Beisitzer die ObersteBaron Pctrichcvich-Horväth und von Sonnenmaner, Major Kronenfcls und Happt,nanuWurm, Am 10, Dcccmber berichtete Melden au den Feldmarschall das Ergebnis derBcrathnngcn über den großen Ncnbau, das heutige Arsenal.
162 ) S. 200, Es scheint dabei manche Reibungen mit der Verwaltung der Nord-bahn gegeben zn haben deren Beamte, wie die der Eisenbahnen überhaupt, gern dieRadikalen spielten und wiederholt gemahnt werden mußten für ungehinderte Beschleu-nigung der Transporte zu sorgen. Andererseits klagte die N. B,-Direetion über diehäufigen Störungen im Betrieb der Eisenbahnen und Telegraphen durch die in denStationen bestellten Officicre und bat denselben ein „entsprechendes Benehme» mit denBahnbeamtcn anbefchlen zu wollen,"
163) S, 203, Nahlik Geschichte des L, I. R. Bianchi (Brünn Winiker 1863)S. 88 f, Major Nehäk in Karlsbnrg machte sich um die Unterweisung von Officicre»und Mannschaft im Artillerie-Dienst viel verdient,
164) S, 204. (Nobili) Winter-Fcldzng S, 20,
165) S. 20S. Mitte November kam nach Schönbrnnn eine Eingabe des Obri-sten Milenkoviv in Scnilin, worin er seine isolirtc Lage schilderte, da ihn das Karlo-vieer Comite außer Wirksamkeit gesetzt habe, ihm, seinen Officicre» und Beamten keineGage zukommen lasse. Windischgrätz sandte die Schrift an General Snplikac zur ge-eigneten Abhilfe.
166) S. 205. Siehe z. B. den Artikel der „Presse" vom 16. Dcccmber 1848.
167) S. 209. Heller's 118, Bogen OOVII f. benützten wir besonders bei dervorstehenden Charakteristik Nobili's.
168) S. 212. Ehrender Nekrolog in Ebcrsberg's Zuschauer 1850 Nr. 44 v. 22.Februar (vonPrinz Ludwig Windischgrätz)... lieber Wrbna's äußere Erscheinungin jener Zeit lesen wir im 118, ans dem H. Q. des Banns: „Wrbna, der eleganteWrbna, der schöne Wrbna, der geistreiche unwiderstehliche, sonst Adonis und Achill zu-gleich, was ist ans ihm geworden! Der Cako liegt ihm im Genick, alles hängt schwanktschlottert an ihm, ich glaube er trägt keine Hosenträger, und sieht ans als habe erjeden Tag eine Schlacht verloren" . . . Sehr bös ist ans Wrbna das 118, H ellcr'Szn sprechen: „ein stinkender Stolz und ein geflissentlich zur Schau getragenes Hcrabsehcnans alles was nicht zum Hofadel zählte" habe ihn ausgezeichnet. „Anch den FM. FürstWindischgrätz", heißt cs weiter, „kann man nicht von dem Vorwürfe frei sprechen diesenverpönten Charakter mit dem Commando eines Armee-Corps betraut und, was nochmehr sage» will, ihm stets ein geneigtes Ohr geliehen zn haben.' Der gute Fürst ließsich dabei leider allzusehr durch aristokratische Rücksichten bestimmen; denn an einembessern Corps-Commandantcn fehlte cs ihm keineswegs. So gnt als er Auersperg be-seitigte hätte er anch Wrbna nnangcstellt lassen sollen; denn letzterer war nnr verwend-bar — in der Disponibilität." Die voreingenommene Leidenschaftlichkeit dieses Urthcilsliegt ans der Hand; wir führen cs anch nnr als Beweis jener Verhaßtheit an die inder Armee vielvcrbreitet gegen Wrbna herrschte. Dabei wittert Heller überall eineArt Camarilla-Einssüße ans den Feldmarschall, Wrbna hatte beim Fürsten keinen grö-