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October 1848 hatte Gagern von den „Großdentschen" den Vorwurf hören müßen daßer ein Mitverschworener der Slaven sei, und im Jannar 1849 lobte Karl Vogt (Stenogr.Bcr. VI. S. 4632) die Slaven, diese „Bundesgenossen des Reichs-Ministeriums", diejedenfalls die conscqnentern seien da sie die Aufhebung der Bnndes-Acte verlangten,während jenes eine neue schaffen wolle. Dagegen setzte ein Artikel der „Berlinischen Ztg."(vom 29. Decembcr 1848) seinen Lesern auseinander, wie das Dentschthum in Oester-reich durch den Slavismns immer mehr verdrängt worden, wie der Slavismns vonjeher ein Feind Deutschlands gewesen sei, wie daher der Versuch, Oesterreich beiDeutschland zu behalten, ans nichts anderes hinanslaufe als Deutschland zu einerProvinz des slavischen Reiches zu machen re. . . . Die verschiedenen Einsprachen ge-gen, und Erklärungen zu, dem Ergebnis der Abstimmung s. Stenogr. Bericht VI. S.4668 — 4670.
67) S. 96. „Es hätte ihn glücklich gemacht in der alterthümlichen Form inder Bartholomäus-Kirche zu Frankfurt dazu erkoren zu werden: von den Königenals Kurfürsten im Conclave, von den Fürsten im Chor, mit Genehmigung des rö-mischen Kaisers, unter Acclamation des herbeiströmenden Volkes"; Ranke Ans demBriefwechsel Friedrich Wilhelm IV. mit Bunsen (Leipzig Duncker et Hnmblot 1873)S. 204.
68) S. 96. „Friedrich Wilhelm erscheint beinahe wie ein Baumeister der ein ver-fallenes Schloß seinem ursprünglichen Charakter gemäß wieder herznstellen, aber es zu-gleich brauchbar und wohnlich zu machen gedenkt". Ebenda S. 205.
69) S. 97. Ebenda S. 233 f. 236, 239—243.
70) S. 97. Graf Trauttmansdorff Berlin 1. Decembcr 1848 an Fürst FelirSchwarzenberg.
71) S. 97. Näheres bei Jürgens I. S. 316—318, II. 186 f., der sich hiebeiauf Gagern's mündliche Mittheilungen beruft und über die Audienzen Gagern's beimKönige sagt: „Es war ein fast seltsames, ein schweres Unternehmen für Gagern, eineigcnthümlicher Anstritt. Man möchte an Marquis Posa und König Philipp denken,allein von letzterem hat Friedrich Wilhelm keinen Zug. Nur in den Rollen lag eineAehulichkeit. Poeten in der Politik sind vielleicht beide Männer, nnr nach verschiedenerRichtung, haben auch vielleicht das gemein daß jeder den andern eben deshalb für keinenStaatsmann hält".
72) S. 99. Olmüzer Denkschrift vom 13. s. unfern Anhang S. 2—S, undDepesche Schwarzenberg's an Trauttmansdorff vom 16. December, durch den k. k. Le-gations-Sccretar Conte Giorgi übcrschickt.
73) S. 99. Schwa, an Trantt. 2. Jannar 1849: „Graf Brühl ist ans unfernPlan mit, ich möchte sagen, enthusiastischem Beifall cingcgangen und verspricht sich beidem Könige eine beifällige Aufnahme desselben, besonders wenn man für die neueSache einen g e sch ichtli chen Namen ausfindig zu machen wüßte, etwa z. B. die Häupterder sechs Kreise mit der Benennung kreisansschrcibender Könige bezeichnet? n. dgl. m.".
74) S. 100. Die preußische Denkschrift datirt vom 19. December; Jürgens I.S. 512. s. Vgl. die Depesche Bülow's an Bernstorff vom 31. December, lant welcherjener meinte „die Möglichkeit nicht ansschließen zu dürfen daß die übrigen Theile vonDeutschland sich in der unabweisbar geforderten innigen Verschmelzung und Durchdrin-gung ihrer materiellen und politischen Interessen zu einem engeren Verbände consolidi-rcn. Wenn dagegen Oesterreich für die deutschen Theile seiner Monarchie an dem Ver-hältnisse eines engverknüpften Staatenbnndeö festhält, so kann eben dadurch auch inweiterem Umfange für die übrigen Theile des österreichischen Kaiscrstaates ein näheres