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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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deutschen Interessen zur Verfügung stellen könne; man dürfe ihm daher nicht zumnthennoch überdies Matricnlar-Beiträge zur Begründung einer deutschen Flotte zu leisten.

61) S. SO. Zu bemerken ist daß selbst solche die ein allgemeines Verständnis fürden Großstaat hatten dem Schmerling angehörte, dieparticnlaristischen" Anschauungendie er bei jenem Anlasse knndgegeben, nicht gelten lassen wollten;denn auch dasCentrnm und ein großer Theil der Rechten, ja selbst die Aristokratie von Frankfurt,eigentlich Oesterreich zngcneigt, war jetzt entrüstet gegen ihn"; Laube III. S. 208 f.S. anch Jürgens II. S. 123:Ich habe ihn darauf angeredet und er sagte mir be-stimmt, seine Aeußernngen seien wesentlich misverstandcn und in particnlaristisch-österrei-chischem Sinne colorirt in die Blätter übergegaugcn. Doch blieb des particnlaristisch-öster-reichischen so viel darin übrig daß sie mir unvorsichtig erschienen und »reinem deutschenGefühle misbehagten". . . . Gränzenlos war die Leidenschaft der andern Seite. H a y m». S. 133 schreibt über Schmerling's Auftreten am 27. December:Dazu gehörte einebreite Stirn, und Blödigkeit war in der Thal Schmerling's Sache nicht". Wiederholtkornint er ans diesefamose" Rede und Schmerling's nachhcrige Haltnng in Frankfurtzurück, so S. INS f.:Mit keinem Worte wurde die Absicht an der österreichischen Ge-sammt-Monarchie festznhalten zurückgenommen. . . An die Stelle der Offenheit trat dieDreistigkeit mit der man protestirte und seinen Platz in dem neuen deutschen Staats-körper behauptete". . . . Ein auffallendes Beispiel, mit wie verschiedener Wage diesePartei Oesterreichisches und Preußisches zu wägen Pflegte, gab ein Austritt am 13. Ja-nuar. Nachdem von preußischer Seite so viel herausgekramt worden war was selbe ge-gen Oesterreich in's Treffen glaubte führen zu können, meinte der Oesterreicher Würthseinerseits zeigen z» dürfen daß man sich in den abgelanfenen Monaten in BerlinFrankfurter Diktaten gegenüber nicht um ein Haar willfähriger gezeigt habe als inWien, wie die Angelegenheit mit der Poscner Demarcations-Linie, mit dem Waffenstill-stand von Malmö, mit dem wiederholt erfolglosen Erscheinen von Reichs-Commiffarienin Berlin, zuletzt des Präsidenten Gageru in Person, hinreichend darthne. Aber nunbrach der Sturm gegen den armen Wiener los. Hcrgenhahn, selbst einer der BerlinerGefoppten, beschuldigte ihn in fieberhafter Aufregung derUnwahrheit". Als Würthauf der vollen Richtigkeit seiner Aussage bestand, gewann am andern Tage Vincke derSache eine neue Seite ab, indem er die Frage anfwarf ob ein Staatsmann (Würthals gewesener Unter-Staatssccretar) das was er verschweige so lang er im Amte sei,verrathen dürfe sobald er von seinem Posten zurückgetrctcn;allerdings begreife er jetztwarum man keinen Oesterreicher im Amte sehen wolle". Als sich gegen diese brutaleUngezogenheit ein Sturm erhob:Wir Oestereicher alle sind damit beleidigt, ein ganzerVolksstamm ist gekränkt", verweigerte der Vice-Präfidcnt Beseler gleichwohl den Ord-nungsruf. Ja die Preußen waren es welche die Verletzten spielten. Würth's Aenßerun-gen seienindiscrct", seienverläumderische Ausfälle" dieden ganzen Stolz eines Preu-ßen hcrausfordern müßten" n. dgl.

62) S. SO.Ans nichts weniger waren sie gefaßt als darauf daß Oesterreichsich zur Idee des Gesammtstaates anfraffen würde nnn da es geschehen ist wün-schen sie sich Glück, und greifen sie eilig zu als das österreichische. Cabinet so sprichtals ob es ihnen zur Gründung eines einigen Deutschlands neben dem österreichischen Kaiser-staat die Erlaubnis gebe; als sie sehen daß sie sich wieder getäuscht haben und derDiskretion des kaiserlichen Cabinets überliefert sind, zerbrechen sie sich den Kopf darüberwas in einem Monate in Oesterreich vorgegangen war und den ,klareiU Worten desProgramms von Kremsier eine neue Deutung gegeben hat". B. Bauer Untergangdes Frankfurter Parlaments S. 120. Vgl. Jürgens II. S. 1 S 8 :Bis die Note be-