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4. Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849 Th. 1 (1876) Der ungarische Winter-Feldzug und octroyirte Verfassung, December 1848 bis März 1849
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denbnrg kommen wolle, habe er gesagt:Dann micthe ich mir gar keine Wohnung inBrandenburg".

21 s S. 52. SieheNachtgedankcn aus Nord-Deutschland" in denGränzboten"1848 IV. S. 409415:Der Literat, früher ein terroristischer Kyniker, nun mit glattrastrtem Kinn, mit weißem reinen Chemiset, in feinem Rocke, hat den alten Adam buch-stäblich abgewaschen und antichambrirt im Vorsaal der Gewaltigen". . . DerNacht-gedankler schildert den kleinen Städtcbürger der sich freut nach des Tages Mühenjetzt wieder sein Abendbrot im Frieden essen zu können; den Herrn Bürgermeister derin der Ressource znr Unterzeichnung einer Vertrauens-Adresse anffordert:Da muß nnnjeder unterschreiben, sonst kann das, verstehen Sic mich recht, den Kopf kosten!" . .den Schneider und Schuster:Still Herr, das war nur so ich bin ein getreuerllntcrthan, sragcn's nur den Herrn Laudrath, der kennt mich genau"; den Prediger derjetzt donnere, die Dcmnth sei die schönste Tugend des Christen, und nebenbei dann soin der Stille das Volk tüchtig aufhctze und fanatisire gegen jene denen es, wie siesagen, allein um den Umsturz des Staates und der Kirche zu thun sei . .Hurrah,nnd schlagt die Demokraten todt, sic sind jetzt vogelfrei! ruft der pcnsionirte Herr Ma-jor der mit den Pfaffen im Bunde das Landvolk anfhctzt". . .

22) S. 53. Ranke Briefwechsel Friedrich Wilhelms IV. mit Bnnsen. S. 235.

23) S. 53.Soll in dem Cvnstitntionalismns der Neuzeit eine Wahrheit sein,soll er in der Geschichte der Völker mehr als eine flüchtige Erscheinung, ja als eineVerirrnng werden, so ist die gerechte Vcrtheilnng der Mitwirkung bei der Wahl derVolksvertretung unter alle Elasten des Volkes unerläßlich. Die Grundlage muß einesolche sein daß keine Elaste sich ansgeschloffen fühlt; aber sie muß auch eine solchesein die allen Elasten das Maß der Betheiligung gewährt nnd möglichst sichert,das ihnen gebürt nach ihrem größer» oder geringern Interesse an dem Be-stehen des Staates und der Staatsform, nach ihrer größer» oder geringern Bildungund Fähigkeit das Heilsame in öffentlichen Dingen zu erkennen, so wie nach ihrenLeistungen. Wer eine willkürliche Gränze der Steuer zieht jenseit deren die Steuerndenvon aller Thcilnahme an der Wahl ausgeschlossen sind, der begeht ein politisches Un-recht nnd liefert den Anarchisten stets bereite Heere nnd Waffen. Wer aber dem Tag-löhner, dessen Wohl nnd Wehe unter jeder Regiernngsform, in jedem Lande in zweigesunden Armen besteht, eine gleiche Theilnahme nnt dem einränmt dessen Grundbesitz dasLos von. Tausenden umfaßt und dessen ganze Eristeuz ans das innigste mit dem Staats-Organisinns verwachsen ist: der begeht ein noch größeres politisches Unrecht, denn ergibt den Anarchisten nicht allein die Waffen und Heere zur Revolution gegen die Re-gierung, sondern schon die Regierung selbst in die Hand". Nicht minderes Aufsehen alsdie Schrift des Grafen Arnim machte um dieselbe Zeit eine andere unter dem TitelSignatur» temporis", als deren Verfasser man eine Zeit gleichfalls einen früherenMinister Freiherrn von Canitz bezeichnet»; später galt dafür allgemein Professor Heinrich

L e o aus Halle.Von der liberalen Seite wurde natürlich das gebilligt was bei der

andern Tadel fand. So wird z. B. in Unrnh's Skizzen die preußische octroyirte Ver-fassung ruhig und in der Hauptsache nicht ungünstig benrtheilt. Er bekennt sich alsAnhänger des Zweikammer-Systems:Eine Kammer wird entweder über die Krone,oder die Krone über die Kammer siegen" (S. 148). Nur freilich hätte er eine andereZnsainmensetzung der I. Kammer gewünscht, namentlichEinführung eines starken Cen-sns ans das Recht zu wählen, nnd unmittelbar auch ans das Recht gewählt zu werden,indem die Mitglieder der ersten Kammer keine Diäten erhalten. Die erste Kammer wirddaher wahrscheinlich weder der Ausdruck der Aristokratie noch des Volks noch der rei-