den letzten Jahren, wenn sie auch die äußeren Formen collegialischen Benehmens auf-recht hielte», starke politische Gegner. Prokesch der keine Partei kannte, helfend und ra-thend wie und wo er nur immer konnte, der mit kurzen Unterbrechungen seit fast vicr-nndzwanzig Jahren in und mit unserem Lande gelebt, wird von jedem redlich Denkendenmit den besten Wünschen begleitet: Sir Edmund Lyons der nur seine Partei kannte,scheidet ohne daß sein Abgang anders als mit Freuden begrüßt würde". . . Den Anlaßzu diesen Betrachtungen bot der Abgang Prokesch' der nach Wien bernfen am 18.Februar 1849 auf einem Lloyd-Dampfer Athen verließ, während der britische Gesandte,dem zur selben Zeit sein Abbernfnngsschreiben zngckommcn war, einen britischen Dampfererwartete um sich nach England einznschiffen. Die Geschäfte der kaiserlichen Regierungin des Gesandten Abwesenheit führte der Legations-Secretar Victor Weiß von Star-kenfels.
13) S. 40. Gallns Jacob Baumgartner Die Schweiz in ihren Kämpfen undUmfialtnngen von 1830 bis 185>o (Zürich »nd Stuttgart, Leo Woerl, 1808) IV.S. 310.
14) S. 41. Ebenda S. 340—346.
15) S. 41. Näheres über diesen Streit bei Baumgartner a. a. O. S.31»—330. Unter den Znmnthungen gegen die sich der Bischof wehrte war auch die,daß er ans die Vergebung geistlicher Pfründen sich jedes Einflußes enthalten, Bekannt-machungen und Hirtenbriefe nicht anders als nach erhaltener Staatsgenehmignng ver-öffentlichen, der katholischen Geistlichkeit das Tragen einer besonder» Kleidung ver-wehren sollte n. a. m. Dabei waren die Schreiben der Freibnrg'schen Behörden ineinem Tone abgesaßt der an höhnender Brutalität seinesgleichen suchte; in der Zu-schrift des Staatsrathes v. 25. September hieß es: „wäre der Bischof den Gewissens-bissen und der Schani noch zugänglich, so würde er in sich selbst zurückgekehrt sein":in einer vom 14. Octobcr wurde ihm geradezu gesagt er sei wie der frühere BischofStrambino der heftigste Feind der Religion: „In Ihren Händen ist sie znm verächt-lichen Werkzeug der Politik, des Haffes, des Fanatismus und der Verfolgung gewor-den: von ihrer Liebe des Nächsten, von ihrer Charitas, von ihren erhabenen Lehrenüber Brüderlichkeit und Friede unter den Menschen ist nur das übrig gebliebenwas das Haupt des Bisthums noch nicht zu verderben im Stande war". Vgl. dasCapitel „Willkürherrschast im Canto» Frcibnrg im Jahre 1848" in An der Matt'SDie politischen Ereignisse der Schweiz seit 1840 bis 1849 (Regensbnrg 1849, Manz)S. 245—253.
16) S. 43. Siche über diese Vorgänge Baumgartner IV. S. 347—363.
17) S. 45. Den vollen Wortlaut u. a. in der Wr. Ztg. 1849 Nr. 60 v. II.März S. 705 f., Nr. 61 v. 13. März S 719. Vgl. „Die Schweizer in Italien"Beil, zu Nr. 55 A. A. Ztg. v. 24. Februar 1849 S. 844 f. Rom hatte zwei Regi-menter die aber nicht vollzählig waren, das eine hatte 1000, das andere 700 Mannund 8 Kanonen. Neapel hatte vier Regimenter, jedes zu 2 Bataillons von 736, zu-sammen bei 6000 Mann. — Abgesehen von der Rechtsfrage bildete dcr Gcldpnnkt eineHanptschwicrigkeit da man im Falle einseitiger Aufkündigung die Pensionen übernehmenmußte, was Fnrrcr auf eine beiläufige Jahresansgabc von 727.320 Fr. berechnete. Dieradikale Presse wußte allerdings dafür mehr als einen Rath. Die „Berner Zeitung"z. B. schlug eine National-Stcncr vor, welche jene zn treffen hätte die ein gewissesVermögen oder Einkommen besäßen; mehrere Millionen müßten die in Italien etablirtenSchweizer Firmen beisteuern da diese, wenn es zu einem gewaltsamen Ausbruch derBolkswnth käme, am ersten bedroht seien n. dgl. m.